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Erbliche Hirntumoren

  • J. Hallervorden
Chapter

Zusammenfassung

Ein großer Teil aller Geschwülste — auch im Zentralnervensystem — läßt sich auf dysontogenetische Störungen zurückführen. Bei den Dysplasien mit blastomatösem Einschlag (Bielschowsky), nämlich der tuberösen Sklerose, der Neurofibromatose und Lindauschen Krankheit (zusammengefaßt als ,,Phakomatosen“ nach van der Hoeve) ist Erblichkeit mehrfach nachgewiesen. Zu den erblichen blastomatösen Erkrankungen des Zentralnervensystems gehören auch die Netzhautgliome. Bei den Gliomen des Gehirns ist Heredität bisher nicht exakt festgestellt worden. Verf. ist eine Familie (nur klinisch) bekannt geworden, in der Mutter, Sohn und Tochter an bösartigem Hirngliom zugrunde gingen. In der Literatur ist sonst nur familiäres Vorkommen beschrieben (Besold, Böhmig, Hoffmann, Leavitt, Joughin, Bender und Panse). Aus der von Bender und Panse [Mschr. Psychiatr. 83, 253 (1932)] mitgeteilten Familie mit Naevi, Hohlfuß, Schwachsinn und Epilepsie hatten 3 Brüder Hirntumoren: Der älteste 60 Jahre alt, besaß ein unreifes Gliom im vorderen Balken mit Zelldystopien in Groß- und Kleinhirn; der zweite starb zu Hause, den dritten, Reinhold G., 46 Jahre alt, konnte Verf. anatomisch untersuchen.

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© Verlag von F. C. W. Vogel in Berlin 1936

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  • J. Hallervorden

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