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Der erste und zweite Hauptsatz der mechanischen Wärmetheorie

  • W. Schüle
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Zusammenfassung

Mit den ersten in dauernden Betrieb genommenen Dampfmaschinen war der praktische Nachweis dafür erbracht, daß durch Aufwand von Wärme mechanische Arbeit in beliebigen Mengen gewonnen werden kann, nur begrenzt einerseits durch die Größe der Maschinen und die Höhe des Dampfdrucks, andererseits durch die Menge der im Kessel verbrannten Kohlen. Aber die Rolle, die die Wärme als solche bei dieser Arbeitserzeugung spielt, der zahlenmäßige Zusammenhang zwischen den aufgewendeten Wärme- und den gewonnenen Arbeitsmengen, blieb noch geraume Zeit nach der allgemeinen Einführung der Dampfmaschinen unaufgeklärt. Die technische Praxis gewann zwar ein großes Erfahrungsmaterial über das Verhältnis von Kohlen- bzw. Dampfverbrauch und Maschinenleistung, das dem technischen Fortschritt nutzbar gemacht wurde. Hierher gehört insbesondere die Anwendung immer höherer Dampfdrücke, weitgehender Expansion und der Verbundwirkung. Man war aber nicht in der Lage, zu entscheiden, bis zu welchem Grade eine Maschine die von der Kohle gelieferte Wärme ausnützte, solange der naturgesetzliche Zusammenhang zwischen Wärme und Arbeit unbekannt war. Man konnte zwar Maschinen nach praktischen Ergebnissen untereinander vergleichen, aber die obere Grenze des Erreichbaren blieb unbekannt. Die Frage, ob nicht vielleicht durch andere Prozesse als mittels Dampfkessel und Dampfmaschine erheblich größere Arbeitsmengen aus gleichen Brennstoff mengen gewonnen werden könnten, mußte offen bleiben. Über Fehlschlüsse hinsichtlich der Möglichkeit, aus Wärme Arbeit zu gewinnen, berichtet die ältere Geschichte der Heißluftmaschinen.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1923

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  • W. Schüle

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