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Einleitung

  • O. Steche
Chapter
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Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 10)

Zusammenfassung

Wenn ich dich, freundlicher Leser, jetzt bitte, mich für einige Stunden durch die wundersamen Entwicklungswege des Lebens zu begleiten, so wird dir bei allem, was du vielleicht in der Erwartung des Kommenden bedenkst, eines wohl sicherlich nicht wunderbar und nachdenkenswert erscheinen, daß ich mich nämlich an dich wende. Wenn du nach des Tages Arbeit dich behaglich in deinen Lehnstuhl setzt und sagst: Jetzt will ich mal dies Büchlein lesen, so wird dir schwerlich in den Sinn kommen, daß es eigentlich sehr merkwürdig ist, daß du das sagen kannst. Daß „du“ eben „du“ bist, ein voll gerundetes Wesen, eine Persönlichkeit, ein „Individuum“, ein Geschöpf, durchströmt von einem einheitlichen Fühlen und Denken, belebt von einem einheitlichen Willen, berechtigt zu sagen: Das bin „ich“ und: das tue „ich“, erscheint dir selbstverständlich. In Wirklichkeit ist das aber keineswegs so, sondern in diesem „Ich“ stecken sehr merkwürdige und bedenkenswerte Dinge und Fragen. Ich will dich nicht auf die verschlungenen Pfade der Philosophen locken, die seit grauer Vorzeit in scharf gliederndem Denken oder in dunklen Rätselworten das Geheimnis des „Ich“ zu ergründen oder zu umschreiben suchen, sondern wir wollen die Sachlage rein vom Standpunkte des Naturforschers angreifen.

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Notes

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1929

Authors and Affiliations

  • O. Steche
    • 1
  1. 1.LeipzigDeutschland

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