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Verjüngung pp 13-15 | Cite as

Auswahl und Eignung der senilen Ratte als Versuchstier

  • E. Steinach
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Zusammenfassung

Ich habe wieder an Ratten (Mus decumanus) gearbeitet, denen ich schon so manchen Fortschritt in der Forschung verdanke. Zunächst beanspruchen Anschaffung und Aufzucht, Fütterung und Haltung, Pflege und Vorbereitung weniger Personal und Spesen als bei größeren Tieren. Abgesehen von solchen ökonomischen Bedingungen, welche bei der Dürftigkeit meiner Arbeitsmittel allerdings in die Wagschale fielen, hatte die Wahl der Ratte eine Reihe besonderer Versuchstechnischer Vorzüge: Die aus den Zuchten ausgesuchten Tiere können reich an Zahl im Laboratorium untergebracht werden. Die Käfige sind durchsichtig und mit Einrichtungen versehen, welche den Gewohnheiten der Tiere entsprechen und die stetige Reinhaltung ermöglichen. Die Käfige sind längs der Wände aufgestellt, in jedem Moment des Tages oder der Nacht zu überschauen und zu kontrollieren. Das ganze Leben und Treiben spielt sich vor den Augen des Beobachters ab. Keine Regung des Temperaments, kein Rückschritt oder Fortschritt der Beweglichkeit oder Kraft, kein Zeichen von sexueller Lust oder Unlust bleibt hier dem prüfenden Blick verborgen. Da gerade den Proben auf den Geschlechtstrieb beim Verfolgen der Alterserscheinungen eine wichtige Rolle zukommt, so eignet sich keines der im Laboratorium haltbaren Tiere so ausgesprochen für diese langdauernden Versuche.

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Notes

Literatur

  1. 1).
    Münchn. med. Wochenschr. Nr. 6. 1918. 2) Arch. f. Entw.-Mech. Bd. 46.Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1920

Authors and Affiliations

  • E. Steinach

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