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Zusammenfassung

Chemisch reines Wasser kommt in der Natur nicht vor. Selbst das reinste natürliche Wasser, das Regenwasser, ist mit Luft, d. h. nach Maßgabe ihrer Partialdrücke und Löslichkeitsziffern, mit Sauerstoff, Stickstoff und Kohlensäure gesättigt. Es enthält außerdem Staub und andere Verunreinigungen. Die anderen Wässer, sowohl Quell- wie Oberflächenwasser, enthalten je nach dem Weg, den sie von der Wolke bis zur Entnahmestelle durchlaufen haben, in wechselnden Mengenverhältnissen Beimengungen verschiedenster Art. Obwohl die Geamtmenge dieser Verunreinigungen in der Regel kaum 0,1 Gewichtsprozent überschreitet, sind es diese geringen Beimengungen, und nur sie allein, die die Eigenart und die Güte des Wassers und damit sein Verhalten im Dampfkessel und im Kraftwerk bestimmen. Man muß sich dabei stets vergegenwärtigen, daß im Dampfkessel die Beimengungen des Wassers — mit Ausnahme der Gase — sich proportional der Verdampfung anreichern und dann zu erheblichen Störungen und oftmals zu regelrechten Gefahren Anlaß geben. Der moderne Dampfkessel ist ins Riesenhafte gewachsen. Abgesehen davon, daß der gebräuchliche Betriebsdruck von 15–20 at auf 35–40 at gestiegen ist, finden wir heute Kesseleinheiten, die stündlich 150 (ja sogar bis 226) Tonnen Dampferzeugen.

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Notes

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1931

Authors and Affiliations

  • R. Stumper
    • 1
  1. 1.Versuchsanstalt der Vereinigten Hüttenwerke Burbach-Eich-DüdelingenAbteilung BelvalEschLuxemburg

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