Advertisement

Ökologischer Kreislauf der Stoffe und der Strom der Energie

  • Hans Mohr
  • Peter Schopfer
Chapter
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

Wie die Zelle oder der Organismus sind auch die höheren Kategorien der belebten Natur, die Ökosysteme, durch beständigen Aufbau und Abbau gekennzeichnet. Die treibende Kraft des Stoffumsatzes ist hier wie dort die irreversible Umwandlung von freier Enthalpie (Sonnenenergie) in Entropie (Wärmebewegung der Materie). Der Ort der ökologischen Stoffumwälzung ist die Biosphäre, eine im Vergleich zu den Abmessungen der Erdkugel hauchdünne Schicht von allenfalls 20 km Mächtigkeit an den Kontaktzonen von Litho-, Hydro- und Atmosphäre. Für das Ökosystem Erde läßt sich dieser Stoffwechsel in Form von Kreisläufen der Elemente beschreiben, welche die lebendigen und die nicht-lebendigen Bereiche der Natur zu quasistationären Systemen zusammenfassen. „Quasistationär“ bedeutet in diesem Zusammenhang, daß diese Kreisläufe innerhalb geologisch kurzer Zeiträume mit guter Näherung als Fließgleichgewichte mit stationären pool-Größen betrachtet werden können. Längerfristig ergeben sich jedoch nicht zu übersehende Abweichungen vom Zustand des Fließgleichgewichts (z.B. die langfristige Akkumulation organischer Moleküle), d.h. auch das Ökosystem Erde zeigt das Phänomen der Entwicklung. Diese war in den vergangenen Erdepochen eng mit der biologischen Evolution verknüpft. In Zukunft wird außerdem in steigendem Umfang die menschliche Technik diese Entwicklung beeinflussen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Weiterführende Literatur

  1. Beevers L, Hageman RH (1983) Uptake and reduction of nitrate: Bacteria and higher plants. In: Läuchli A, Bieleski RL (eds) Encycl Plant Physiol NS, Vol 15A. Springer, Berlin Heidelberg New York, pp 351–375Google Scholar
  2. Böger P (1975) Photosynthese in globaler Sicht. Naturwiss Rdsch 28: 429–435Google Scholar
  3. Broda E (1977) Entwicklungsgeschichte des atmosphärischen Stickstoffs. Naturwiss Rdsch 30: 250–255Google Scholar
  4. Delwiche CC (1983) Cycling of elements in the biosphere. In: Läuchli A, Bieleski RL (eds) Inorganic plant nutrition. Encycl Plant Physiol NS, Vol 15A. Springer, Berlin Heidelberg New York, pp 212–238CrossRefGoogle Scholar
  5. Frank HG, Stadelhofer JW (1988) Sauerstoff und Kohlendioxid — Schlüsselverbindungen des Lebens. Naturwiss 75: 585–590CrossRefGoogle Scholar
  6. Hutzinger O (ed) (1980) The natural environment and the biogeochemieal cycles. The handbook of environmental chemistry, Vol 1A. Springer, Berlin Heidelberg New YorkGoogle Scholar
  7. Lewis OAM (1986) Plants and nitrogen. Arnold, LondonGoogle Scholar
  8. Post WM, Peng TH, Emanuel WR, King AW, Dale VH, DeAngelis DL (1990) The global carbon cycle. Amer Sci 78: 310–326Google Scholar
  9. Sprent JI (1987) The ecology of the nitrogen cycle. Cambridge Univ. Press, Cambridge New YorkGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1992

Authors and Affiliations

  • Hans Mohr
    • 1
  • Peter Schopfer
    • 1
  1. 1.Lehrstuhl für BotanikBiologisches Institut II der UniversitätFreiburg i. Br.Deutschland

Personalised recommendations