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Einführung: Definitionen und Konzepte

  • Jürgen Franke
  • Wolfgang Härdle
  • Christian Hafner
Chapter
Part of the Statistik und ihre Anwendungen book series (STATIST)

Zusammenfassung

Finanzmärkte lassen sich unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachten. Zunächst einmal gibt es ökonomische Theorien, die Aussagen über die Preisbildung an den verschiedenen Märkten liefern. Für die unterschiedlichen Märkte (Devisen, Zinsen, Wertpapiere, Derivative, etc.) existieren verschiedene ökonomische Theorien. Als bekannte Beispiele seien genannt die Kaufkraftparitätentheorie für Wechselkurse, Theorien über Zinsstrukturkurven, das capital asset pricing model (CAPM) und das Optionspreismodell nach Black und Scholes. Vielen dieser Modelle liegen Denkkonzepte zugrunde, die z.B. die Bildung von Erwartungen, Nutzenfunktionen und Risikoeinstellungen betreffen. Es wird grundlegend angenommen, dass sich Wirtschaftssubjekte ‘rational’ verhalten, rationale Erwartungen bilden und risikoavers sind. Auf diese Weise lassen sich in den Gleichgewichtsmodellen (wie z.B. dem CAPM) Preise oder Renditen bestimmen, die den Markt räumen, d.h., dass das Angebot gleich der aggregierten Nachfrage ist. Einen etwas anderen Ansatz verfolgt die Arbitragetheorie (z.B. das Black und Scholes Modell), in der davon ausgegangen wird, dass risikolose Gewinne sofort von Marktteilnehmern erkannt und über Anpassung der Preise eliminiert werden. Arbitragetheorie und Gleichgewichtstheorie hängen oft eng miteinander zusammen. Die Arbitragetheorie kommt meistens mit weniger Annahmen aus, dafür kommen die Gleichgewichtstheorien in komplexen Situationen zu genauer festgelegten Lösungen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2001

Authors and Affiliations

  • Jürgen Franke
    • 1
  • Wolfgang Härdle
    • 2
  • Christian Hafner
    • 3
  1. 1.Universität KaiserslauternKaiserslauternDeutschland
  2. 2.Institut für Statistik und ÖkonometrieHumboldt Universität zu BerlinBerlinDeutschland
  3. 3.ElectrabelLouvain-la-NeuveBelgien

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