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Pathologie des Scheideninhalts. Fluor

  • Ludwig Nürnberger
Chapter
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Part of the Handbuch der Gynäkologie book series (2385, volume 5 / 2)

Zusammenfassung

Der Ausfluß (Fluor, von fluo, ich fließe) ist eine allen Ärzten so bekannte Erscheinung, daß seine Definition selbst in den Lehrbüchern der Gynäkologie für unnötig gehalten wird. Versucht man aber näher zu bestimmen, was man eigentlich unter Fluor versteht, dann wird man sich erst der großen Schwierigkeit einer erschöpfenden Definition bewußt.

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Notes

Notes

  1. 1.
    An und für sich würde für den Fluorbegriff schon die Ausscheidung einer pathologischen Menge von Flüssigkeit genügen.Google Scholar
  2. 1.
    Die ständige Befeuchtung der äußeren Genitalien erscheint schon in der Fluordefinition des Soranus von Ephesus: Sorani Ephesii liber de muliebribus affectionibus. Recensuit F. Z. Ermerins. Traiecti ad Rhenum 1869 Kap. L. IIεϱί ϱοῦ γνυαιϰ.είου: „‘Hμεῖς δέ ϰατὰ ϰοινὸν σημειωσό:μεϑα τὸν ῥοῦυ ἐϰ τοῦ συνεχῶς ϰαϑυγϱαίνεδϑαι τοὺς τόπους διαϕόϱοις ϰϱτὰ χϱόαν ὑγϱοῖς.“ Google Scholar
  3. 2.
    Ausgenommen sind hier natürlich der Urin, das Menstrualblut und das Vorhofssekret bei geschlechtlicher Erregung. Diese sind physiologischer Ausfluß.Google Scholar
  4. 3.
    Schröder, Hinrichs und Keßler führen die normale Flüssigkeit der Scheide und den vaginalen Fluor ohne Scheidenwandschädigung auf Autolyse der Scheidenepithelien zurück. Der Fluor vaginalis ohne Scheidenwandschädigung ist nach Schröder also eine gesteigerte Flüssigkeitsbildung in der Scheide. Nach Ansicht der meisten übrigen Autoren, denen auch wir uns anschließen, handelt es sich aber auch in diesen Fällen um eine gesteigerte Flüssigkeitsausscheidung aus der Scheidenwand.Google Scholar
  5. 1.
    Über den Ursachenbegriff s. S. 252.Google Scholar
  6. 2.
    Der umgekehrte Weg kann zu folgenschweren therapeutischen Irrtümern führen. Freilich bewahrt auch die Kenntnis der Fluorquelle nicht vor therapeutischen Mißgriffen, wenn die Fluorursache nicht beachtet wird.Google Scholar
  7. 3.
    Bandl: Die Krankheiten der Tuben. Stuttgart 1886.Google Scholar
  8. 4.
    Hennig: Die Krankheiten der Eileiter.Google Scholar
  9. 1.
    Thies: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 449.Google Scholar
  10. 1.
    Jägerroos: Arch. f. Gynäkol. Bd. 114, S. 342.Google Scholar
  11. 2.
    Ziegenspeck (Anleitung zur Massage 1895, zit. nach A. Martin S. 159) berichtete über 14 eigene und 19 Beobachtungen seiner Schüler, in denen es gelungen ist, das Ausfließen des Tubeninhaltes nach dem Uterus zu bewirken.Google Scholar
  12. 3.
    Latzko (Zentralbl. f. Gynäkol. 1916, S. 599) wurde durch den bernsteingelben Ausfluß in seinem Falle „an eine analoge Beobachtung, die lange Zeit zurückliegt“ erinnert.Google Scholar
  13. 1.
    Albrecht: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 456.Google Scholar
  14. 2.
    Nach Blasius findet sich der zeitweise Abfluß von reichlicher Flüssigkeit bei „hydrops ovarii“ schon erwähnt bei: Percival (Einige Beobachtungen von der Wassersticht, in der Sammlung auserles. Abhandl. z. Gebr. f. prakt. Ärzte Bd. 2. St. I. Leipzig 1755, S. 177), Hellmann (El. v. Siebolds Journal f. Geburtsh. usw. Bd. 2. Frankfurt a. M. 1818, H. 3, S. 488), Mme. Boivin (Über eine Ursache des Abortus, Übers, u. m. Anm. von Meißner, Leipzig 1829, p. 89, 93, 114).Google Scholar
  15. 3.
    Pathologisch-anatomische Abbildungen aus der königl. Charité Heilanstalt zu Berlin. Lief. I. Weimar 1836.Google Scholar
  16. 1.
    Hennig: Die Krankheiten der Tuben. Leipzig 1876.Google Scholar
  17. 2.
    A. Martin: Die Krankheiten der Eileiter. Leipzig 1895, S. 159.Google Scholar
  18. 3.
    Auf das Vorkommen des Hydrops ovarii profluens bei Tuboovarialcysten hat schon Blasius hingewiesen (Commentatio de hydrope ovariorum profluente, Halae 1834, p. 16). „§ 11. Tubarum cum ovariis concretio. Ex iis, quae attuli, modus patefactus est, quo in hydrope ovariorum profluente tumor per intervalla evacuari possit, quamquam ex pluribus constare soleat cellulis, tuba Fallopii vero ad unam certam quandam illius partem et intra angustos limites accreta ex unica tantummodo cellula fluidum directe recipere possit. Ut tuba vero cum ovario coalescat, id certo multum confert, quod ovarium increscens, quum ad suum integumentum peritonaei lamellas alam vespertilionis efficientes convertat, hanc consumit et quod hoc modo tuba ad ovarium adducatur, quam huic quoque in omni majore hydrope adjacentem et supra idem extensam invenimus. Hoc ipsum in causis faventibus est, ut extremitas tubae abdominalis ad ovarium se applicet et accrescat, praeterea autem similis in hac re evenire videtur actus atque in conceptione, nimirum quod in hydrope ovarii profluente, pariter atque in illa, vesicula Graafiana quaedam focus formationis (licet morbosus) facta et fluidum in ea generatum per tubam in uterum est emissura. Ceteroquin illa tubae accretio non necessario conjuncta esse videtur cum effusione liquorum ex ovario, quippe quae saltern non semper tum locum habebat, cum tuba accreta conspiceretur. In illo exemplo, omnibus noto, in quo de la Porte (Abhandlungen der k. parisischen Akademie der Chirurgie. Aus dem Franz. von Zeiher, Bd. 2, Altenb. 1755, S. 406) ovarium hydropicum incidit, tubam, cum postea cadaveris sectionem institueret, cum ovario in unum coalitam ejusque finem cum fimbriis in tumoris superficie dispersam invenit. Nullo modo etiam semper tuba concreta erat cum ovario, quando hoc in superficie aperiebatur ejusque liquores ejiciebantur, utpote qui in abdominis cavum pervenirent, et conditio illa, de qua hic disseritur, praecipuam exhibere videtur causam, cur hydrops ovarii profluens rarius observetur. Alia etiam huc accedit res, videlicet quum tuba cum ovario per actum inflammatorium concrescat, hic, sicuti, in alio casu desideratur in alio gradum attingere seque extendere potest, ita ut tuba non modo accrescat, sed etiam occludatur et per hoc ipsum, quominus, liquores per illam effundi possint impediantur; quomodo in casu § 4 descripto tubam lateris sinistri comparatam invenimus.“Google Scholar
  19. 4.
    Menge in Menge-Krönig: Bakteriologie des weiblichen Genitalkanals, S. 239ff.Google Scholar
  20. 1.
    Jägerroos: Arch. f. Gynäkol. Bd. 114, S. 348.Google Scholar
  21. 2.
    Vielleicht ist aber auch diese Menge noch zu groß, denn Küstner (1887, S. 52) wies selbst darauf hin, daß „jeder eine Schleimhaut längere Zeit berührende Fremdkörper eine Hyperfunktion — Hypersekretion — derselben erzeugt“.Google Scholar
  22. 1.
    Die nachfolgende Darstellung ist dem Lehrbuch der Gynäkologie von R. Schröder (2. Aufl., S. 218ff.) entnommen.Google Scholar
  23. 1.
    Menge in Fingers Handb. Bd. 2, S. 435.Google Scholar
  24. 1.
    An und für sich läßt sich gegen die Bezeichnung dieses Zustandes als Endometritis „postabortum“ nichts einwenden, da es sich eben um entzündliche Veränderungen des Endometriums handelt, die nach einem Abort aufgetreten sind. Da man aber auch die Fälle als Endometritis post abortum bezeichnen muß, in denen nach einem Abort entzündliche Erscheinungen des Endometriums aufgetreten sind, ohne daß sich Eireste finden oder nachweisen lassen, so können leicht Mißverständnisse entstehen. In der Tat weiß man, wenn man in der Literatur von Endometritis post abortum liest, häufig nicht, ob damit eine rein bakterielle Infektion des Endometriums im Anschluß an einen Abort, oder ob damit die Retention von Eiresten gemeint ist.Google Scholar
  25. 2.
    Menge: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 292.Google Scholar
  26. 3.
    Stoeckel: Lehrbuch der Gynäkol. S. 453.Google Scholar
  27. 4.
    Menge: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 292.Google Scholar
  28. 5.
    v. Franqué: Sitzungsber. d. physik.-med. Ges. Würzburg 1894.Google Scholar
  29. 1.
    Hegar: Die Entstehung, Diagnose und chirurgische Behandlung der Genitaltuberkulose des Weibes. Stuttgart, Enke 1886, S. 29.Google Scholar
  30. 2.
    Allerdings schreibt Hegar diese Worte nicht in ausdrücklichem Hinweis auf die Tuberkulose des Uterus.Google Scholar
  31. 3.
    Vaßmer: Arch. f. Gynäkol. Bd. 57, S. 313.Google Scholar
  32. 4.
    Uhland: Inaug.-Diss. Tübungen 1886 (zit. nach Vaßmer).Google Scholar
  33. 5.
    Kundrat: Arch. f. Gynäkol. Bd. 65, S. 80.Google Scholar
  34. 6.
    Walther: Monatsschr. f. Geburtsh. und Gynäkol. Bd. 6, S. 13.Google Scholar
  35. 1.
    Veit: Handb. d. Gynäkol. 2. Aufl. Bd. 1, S. 505.Google Scholar
  36. 2.
    Bei polypösen Myomen kann Ausfluß auch „durch Reizung des in Eröffnung begriffenen Cervical-kanals“ hervorgerufen werden (Schröder, R.: Lehrb. d. Gynäkol. 2. Aufl. S. 531).Google Scholar
  37. 3.
    Meyer, R.: In Veit, Handb. d. Gynäkol. 2. Aufl. Bd. 1, S. 456.Google Scholar
  38. 4.
    Veit: Handb. d. Gynäkol. Bd. 1, S. 504.Google Scholar
  39. 5.
    Eine ausführliche Beschreibung dieser Beobachtung findet sich bei S. Drope, Inaug.-Diss. Berlin 1894.Google Scholar
  40. 6.
    Zweifel, P.: Zentralbl. f. Gynäkol. 1921, S. 1133.Google Scholar
  41. 7.
    Stoeckel: Lehrb. d. Gynäkol. S. 353.Google Scholar
  42. 1.
    v. Jaschke: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 243f.Google Scholar
  43. 2.
    Stoeckel: Lehrb. d. Gynäkol. S. 256.Google Scholar
  44. 3.
    Schröder: Lehrb. d. Gynäkol. S. 132.Google Scholar
  45. 4.
    Menge: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125.Google Scholar
  46. 5.
    Waldeyer (zit. nach Menge, Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 293) hat betont, daß durch den Reichtum an venösen Plexus im Becken der Abfluß des Blutes im ganzen verlangsamt ist, und daß dadurch sämtlichen Beckeneingeweiden die Möglichkeit einer gewissen dauernden Turgescenz gegeben wird. Diese kann sich bei irgendwelchen Stauungswirkungen dahin steigern, daß eine stärkere Filtration durch die Gewebsdecken einsetzt. Außerdem werden Störungen in der venösen Zirkulation mit einer vermehrten Transsudation von Blutwasser und Gewebssaft in die Geschlechtswege noch dadurch begünstigt, daß die Venenklappen im Genitalgebiete so angeordnet sind, daß sie den Zufluß zu der Beckenhöhle und ihren Organen von allen Seiten freigeben, daß sie den Rückfluß aber hindern.Google Scholar
  47. 1.
    Schröder: Lehrb. d. Gynäkol. S. 129.Google Scholar
  48. 2.
    Geist: Arch. f. mikroskop. Anat. Bd. 81.Google Scholar
  49. 3.
    Menge: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 293.Google Scholar
  50. 4.
    Diese Obliteration des Isthmus ist im Alter recht häufig. Hennig (zit. nach Hofmeier, Lehrb. d. Frauenkrankh. S. 162) fand sie unter 100 über 50 Jahre alten Frauen 28 mal.Google Scholar
  51. 5.
    Nach Gebhard (S. 48f.) entsteht eine Pyometra nur bei der Anwesenheit von Mikroorganismen, also „niemals bei vollständiger Atresie“ in der Gegend des inneren Muttermundes.Google Scholar
  52. 6.
    Neben dem postmenstruellen und dem prämenstruellen Fluor unterscheidet Menge auch noch einen „Mittelfluß“. Diese „eigenartige Form der Hypersekretion, die vielleicht nur vom cervicalen Sekret ausgeht“, und die vielfach mit dem sog. Mittelschmerz zusammenfällt, kommt wahrscheinlich nur bei nervenübererregbaren Personen vor, bei denen „unter dem Einfluß des Ovulations Vorganges der Uterus sich intermenstruell stärker kontrahiert. Dabei wird ein Schwall cervicalen Sekretes ausgepreßt“ [Menge (1925, S. 294)].Google Scholar
  53. 1.
    Falk: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 447.Google Scholar
  54. 2.
    Skutsch: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 455.Google Scholar
  55. 1.
    v. Jaschke: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 244).Google Scholar
  56. 2.
    Menge: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 258.Google Scholar
  57. 3.
    Die Zähigkeit des cervicalen Sekretes kann in der Schwangerschaft so groß sein, daß der Schleim fast gummiartig wird und nur mühsam in kleinen Stückchen dem Halskanal entnommen werden kann ( Menge, Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 259). „Vielleicht ist neben dem Spaltsaftausfall noch ein anderes Moment, wie etwa eine durch die Schwangerschaft bedingte Umstellung der Epithelsekretion für diese Änderung in der Konzentration und Kohäsion des Halssekretes verantwortlich zu machen“ (Menge). Unabhängig von Menge hat auch Stieve (Zeitschr. mikr.-anatom. Forschung Bd. 11, S. 342, 1927) auf das eigenartige Verhalten des Cervixschleims in der Gravidität hingewiesen: „Vom 4. Schwangerschaftsmonat ab verändert dieser Schleim sein Verhalten sehr erheblich. Er wird viel zäher, derber, man darf ruhig sagen, gallertartig und haftet ungemein fest am Cervicalkanal. Diese derbe Beschaffenheit behält der Schleimpfropf bis zum Ende der Schwangerschaft bei.“Google Scholar
  58. 4.
    Das Glucosamin wurde von Ledderhose entdeckt (Zeitschr. f. physiol. Chem. Bd. 2, S. 213, 1878/79 und Bd. 4, S. 139, 1880). Es ist als ein Derivat des Traubenzuckers (oder der d — Mann ose) zu betrachten, in dem die in α-Stellung befindliche Hydroxyl-(OH)-Gruppe durch die Aminogruppe NH2 ersetzt ist. Man kann das Glucosamin also auch als „Amidzucker“ bezeichnen.Google Scholar
  59. 1.
    v. Müller, Friedrich: Zeitschr. f. Biol. Bd. 42, S. 468, 1901.Google Scholar
  60. 2.
    Norleuzin ist α-Amino-n-Kapronsäure.Google Scholar
  61. 3.
    Lysin ist ebenfalls eine Aminosäure, die sich von der normalen Kapronsäure ableitet. Es ist die α — ε — Diamino — n — Kapronsäure. Die nahen Beziehungen zwischen dem Norleuzin, dem Lysin und dem Glucosamin zeigen die folgenden Formeln (Abderhalden, S. 338).Google Scholar
  62. 4.
    Kaboth (Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 420) fand im Cervixsekret bei essentiellem Fluor einen Eiweißgehalt von 1–5%; die aus Portioerosionen gewonnene Flüssigkeit enthielt 0,5–1% Eiweiß.Google Scholar
  63. 5.
    Schröder: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 404.Google Scholar
  64. 6.
    Vgl. Menge-Krönig: Die Bakteriologie des weiblichen Genitalkanals. Leipzig 1897, S. 153ff.Google Scholar
  65. 1.
    Schröder, Hinrichs und Keßler (S. 104) haben darauf hingewiesen, daß der Cervixschleim (und ebenso auch der Genitalschleim von Tieren z. B. Rindern, Schweinen u. a.) zwar „an sich bakterienfrei“ ist, daß er aber im Reagenzglas als Nährboden verwendet, Bakterien in reichlicher Menge wachsen läßt. Schröder, Hinrichs und Keßler brachten einen zusammenhängenden Schleimpfropf aus der Cervix auf Blutagar und sie impften dann nur das Zentrum des Pfropfes, ohne Berührung des Nährbodens selbst, mit Streptokokken und Staphylokokken u. a. Dabei zeigte sich, daß die eingebrachten Keime sich in dem Schleim außerordentlich gut ausbreiteten. Diese Beobachtungen führten Schröder, Hinrichs und Keßler zu dem Schlusse: „Eine Baktericidie scheint dem aus dem Körper entnommenen Schleim nicht zuzukommen.“ Ganz analoge Untersuchungen hatte schon Stroganoff (Monatschr. f. Geburtsh. und Gynäkol. Bd. 2, S. 391ff. 1895) vorgenommen. Er konnte dabei feststellen, daß die eingebrachten Staphylokokken in den ersten Stunden an Zahl abnahmen, daß sie dann aber wieder anfingen zu wuchern. Gegen die Versuche von Stroganoff hat Menge (1897, S. 190) eingewendet, daß auch das frische Blutserum trotz seiner bakterienfeindlichen Kräfte einen guten Nährboden abgibt, wenn die Menge der eingebrachten Bakterien zu groß ist. Da nun der Cervixschleim „nur in geringen Quantitäten erhältlich ist“, so müssen „zur Prüfung seiner baktericiden Kraft auch nur dünne Bakterienaufschwemmungen benützt werden“. Außerdem hat Menge noch darauf hingewiesen, daß frisches Blut und Blutserum, „welche für sich allein unter bestimmten Bedingungen sehr kräftig wirkende baktericide Eigenschaften besitzen“, „auf die Oberfläche von erstarrten festen Nährböden aufgestrichen“ ein ausgezeichneter Nährboden für Bakterien sind.Google Scholar
  66. 2.
    Zur Messung dieser Schleimmenge legt man eine gut abschließende Silberkappe an die Portio.Google Scholar
  67. 3.
    Durch Pilocarpininjektionen gelingt es, die Schleimabsonderung aus der Cervix auf das Doppelte zu erhöhen ( Schröder: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 404).Google Scholar
  68. 4.
    Schröder, R.: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 404.Google Scholar
  69. 5.
    Schröder, Hinrichs und Keßler: Arch. f. Gynäkol. Bd. 128, S. 102f.Google Scholar
  70. 1.
    Meyer, Robert: Zentralbl. f. Gynäkol. 1925, S. 950.Google Scholar
  71. 2.
    Schröder, R.: Lehrb. d. Gynäkol. 2. Aufl., S. 190ff.Google Scholar
  72. 1.
    Bei entsprechend langer Dauer des 1. Heilungsstadiums bildet das Schleimepithel Einsenkungen und Drüsenschläuche, die sich oft tief in das Gewebe der Portio hineinerstrecken.Google Scholar
  73. 2.
    Derartige Reste der basalen Plattenepithellage können an solchen Stellen erhalten bleiben, die weniger von der Basis her durch Entzündung als durch den Schleim von oben her gelitten haben.Google Scholar
  74. 3.
    Das Plattenepithel stammt teils von außen her, vom Rande der Erosion, es kann aber außerdem auch von Plattenepithelresten stammen, die unter dem Schleimepithel liegen geblieben sind.Google Scholar
  75. 4.
    Meyer, R.: Zentralbl. f. Gynäkol. 1923, S. 953.Google Scholar
  76. 5.
    Meyer, R.: In Lubarsch-Ostertag, Ergebn. d. allg. Pathol, u. path. Anat. Bd. 9, 2, S. 539.Google Scholar
  77. 1.
    Schröder: Lehrb. d. Gynäkol. 2. Aufl., S. 192.Google Scholar
  78. 2.
    Menge: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 296.Google Scholar
  79. 3.
    Martius: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 448.Google Scholar
  80. 4.
    Kaufmann: Lehrb. d. spez. path. Anat.Google Scholar
  81. 5.
    Fraenkel, Eugen: Jahrb. der Hamb. Staatskrankenanstalten. Bd. 4.Google Scholar
  82. 1.
    Koblanck: Veits Handb. d. Gynäkol. Bd. 3, 2, S. 683.Google Scholar
  83. 1.
    Stoeckel: Lehrb. d. Gynäkol. S. 351.Google Scholar
  84. 2.
    Menge: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 297.Google Scholar
  85. 1.
    Schröder, Hinrichs und Keßler: Arch. f. Gynäkol. Bd. 128, S. 103.Google Scholar
  86. 2.
    Menge: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 259.Google Scholar
  87. 3.
    Schröder, Hinrichs und Keßler: Arch. f. Gynäkol. Bd. 128, S. 145f.Google Scholar
  88. 1.
    Über die Rolle, die das Bindegewebe selbst bei der Entstehung des Fluor spielt, ist heute noch nichts bekannt. Es ist möglich, daß seine Spalten nur passiv als Kanäle für den Durchtritt der aus dem Blute stammenden Flüssigkeit dienen. Das Bindegewebe kann aber vielleicht auch durch Quellung und Entquellung auf die Regulierung der Flüssigkeitsmenge Einfluß gewinnen. Außerdem kann es vielleicht auch die durchtretende Flüssigkeit qualitativ in chemischer und physikalisch-chemischer Hinsicht verändern.Google Scholar
  89. 1.
    Wolfring (Zentralbl. f. Gynäkol. 1921, S. 812): Da die Patientinnen, die in ihrer Scheide eine Flora des III. Reinheitsgrades beherbergen, eine ausgesprochene Neigung dazu besitzen, durch geringe Anlässe eine Vaginitis zu bekommen, geben wir dem III. Reinheitsgrad ohne Vaginitiszeichen auch die Bezeichnung „Präfluor-oder Prävaginitisstadium“.Google Scholar
  90. 1.
    Als essentiellen Fluor bezeichnet Menge (1925, S. 300) die vaginale Hypersekretion, die entsteht 1. im Anschluß an die Beimischung von uterinem Fluor, 2. im Gefolge von Stoffwechselstörungen, 3. nach Einwirkung exogener Reize.Google Scholar
  91. 1.
    Bei der Begründung dieser Ansicht geht Menge (S. 302) von den „ganz plötzlich einsetzenden vaginalen Hypersekretionen“ aus, die man besonders bei solchen Infektionskrankheiten beobachtet, die auch an anderen Schleimhäuten Reizzustände auslösen (Grippe, Masern, Scharlach, Angina usw.). „Diese Beobachtungen legen den Gedanken nahe, daß mit dem subepithelialen Gewebssaft auch Toxine in das Scheidenrohr übertreten, und daß diese Substanzen schon bei ihrem Durchtritt durch das Epithel oder auch erst vom Vaginalsekret aus reizend auf die Scheidendeckzellen einwirken und Epitheldefekte veranlassen. Auch bei Verdauungsanomalien mit Toxinresorption vom Darm aus, mag es sich um diarrhoische, oder, was häufiger ist, um Obstipationszustände handeln, treten vielfach vaginale Hypersekretionen auf.“Google Scholar
  92. 2.
    Die Verweisung auf „im Überschuß durch die abnorm durchlässige Scheidenwand ausgetretenes eiweißhaltiges Transsudat“ verschiebt die Fragestellung natürlich nach dem Grunde des abnormen Flüssigkeitsdurchtritts.Google Scholar
  93. 1.
    Natürlich muß mit Sicherheit ausgeschlossen sein, daß die Leukocyten aus den höheren Genitalabschnitten stammen.Google Scholar
  94. 1.
    „Die Erklärung ist zweifellos die, daß die Selbstreinigungskraft der Scheide mit den durch den Penis importierten Keimen schnell fertig wird, ebenso wie das alkalische Sperma bzw. Prostatasekret ebenfalls teils durch mechanische Ausstoßung, teils durch Neutralisation entfernt wird“ (R. Schröder, 1921, S. 1401).Google Scholar
  95. 1.
    Schröder, Hinrichs und Keßler: Arch. f. Gynäkol. Bd. 128, S. 108.Google Scholar
  96. 2.
    Soweit wir sehen, wurde bei der Gewinnung dieser Zahlen ein Moment nicht berücksichtigt, nämlich der Zeitpunkt der letzten Verunreinigungsmöglichkeit, also des letzten Geschlechts-verkehrs. Untersucht man nämlich 100 genitalgesunde Frauen am Tage nach einem Geschlechtsverkehr und 100 andere, ebenfalls Genitalgesunde, 5–8 Tage nach der letzten Kohabitation oder überhaupt nach der letzten Berührung des Genitale (Spülungen usw.), dann bekommt man wegen des Selbstreinigungsvermögens vollkommen verschiedene Reinheitsgrade. Als pathologisch kann man eine Mischflora aber nur dann ansprechen, wenn sie der Ausdruck dafür ist, daß das Selbstreinigungsvermögen der Scheide versagt. Dieser Entscheid ist aber nur dann möglich, wenn man den Zeitpunkt der letzten Verschmutzung der Scheide kennt.Google Scholar
  97. 1.
    Menge: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 313.Google Scholar
  98. 2.
    Menge: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 320.Google Scholar
  99. 3.
    Die Abschlußfähigkeit des Introitus vaginae „wurde als gut bezeichnet, wenn bei in Untersuchungs-lage liegender Frau der Scheideneingang durch Spreizen erst zugänglich gemacht werden mußte, als mittelgut, wenn kleine Teile der vorderen und hinteren Scheidenwand sichtbar waren, und als schlecht, wenn der Introitus weit klaffte, z. B. bei starkem Prolaps oder großem vernarbtem Dammriß“. Die Bedeutung dieser Unterschiede liegt in der geringeren oder größeren Möglichkeit des außen, z. B. vom Damm oder dem Mastdarm her, erfolgenden spontanen Keimimports (Schröder).Google Scholar
  100. 1.
    Menge: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 299.Google Scholar
  101. 2.
    Schröder: Zentralbl. f. Gynäkol. 1921, S. 1400.Google Scholar
  102. 3.
    Schröder, Hinrichs und Keßler: Arch. f. Gynäkol. Bd. 128, S. 108.Google Scholar
  103. 1.
    Schröder betonte aber, „daß bei großen Erosionen oder eitrigem Cervixkatarrh, im mittleren oder unteren Drittel der Scheide noch eine erstgradige Flora vorhanden sein kann. Man findet dann Epithelien und ganz oder fast ausschließlich Vaginalbazillen. Dazwischen aber, sicher als Beimengung, eine mehr oder weniger große Anzahl von Leukocyten. Es ist sicher möglich, daß diese Fälle manches Mal Irrtümer in der Deutung des I. Reinheitsgrades herbeigeführt haben. Es läßt sich durch eine Kappenvorlage vor die Portio in diesen Fällen aber leicht erweisen, daß die Scheide die Leukocyten nicht absondert, sondern diese einzig und allein aus der Cervix stammen“.Google Scholar
  104. 2.
    v. Jaschke: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 243.Google Scholar
  105. 1.
    Loeser: Monatsschr. f. Geburtsh. u. Gynäkol. Bd. 49, S. 27.Google Scholar
  106. 2.
    Schröder: Zentralbl. f. Gynäkol. 1921, S. 1404.Google Scholar
  107. 1.
    Monatsschr. f. Geburtsh. u. Gynäkol. Bd. 2.Google Scholar
  108. 1.
    Menge: Arch. f. Gynäkol. Bd. 128, S.287.Google Scholar
  109. 2.
    v. Jaschke: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 226.Google Scholar
  110. 1.
    v. Jaschke: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 227.Google Scholar
  111. 2.
    Keßler: Arch. f. Gynäkol. Bd. 128, S. 101.Google Scholar
  112. 1.
    Kaboth: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 445.Google Scholar
  113. 2.
    Polano: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 446.Google Scholar
  114. 3.
    Falk: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 447.Google Scholar
  115. 4.
    Skutsch: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 455.Google Scholar
  116. 5.
    Grumach: Münch. med. Wochenschr. 1927, S. 1093, hier auch Literatur.Google Scholar
  117. 6.
    v. Bergmann: In v. Bergmann-Staehelin Bd. 5, 2, S. 1105, 1926.Google Scholar
  118. 1.
    Mosbacher: Zeitschr. f. Geburtsh. u. Gynäkol. Bd. 76, S. 426f.Google Scholar
  119. 2.
    Eppinger und Heß: Die Vagotonie, Berlin, Hirschwald 1910.Google Scholar
  120. 3.
    Eine „vagotonische Disposition“ nimmt Mosbacher (S. 432f.) im Anschluß an Eppinger und Heß dann an, wenn vorhanden sind, 1. vagotonische Reizerscheinungen nämlich Tränenträufeln, fehlender Rachenreflex, Ptyalismus, Dermographismus, Schweiße, Bulbusdruckphänomen (Aschner), Hyperacidität (Hyper Sekretion) der Magenschleimhaut, spastische Obstipation, Tenesmus vesicae, Brennen beim Wasserlassen, 2. Fehlen der Adrenalinglykosurie (nach subcutaner Injektion von 1 ccm einer l%igen Adrenalinlösung tritt normalerweise nach 1–2 Stunden Zucker im Urin auf. Beim Vagotoniker bleibt diese Adrenalinglycosurie aus), 3. Starke Reaktion auf Pilocarpin. Die subcutane Injektion von 1 ccm einer l%igen Pilo-carpinlösung verursacht beim Vagotoniker enormen Speichelfluß, Schweiß, Atembeschwerden, Würgen, Erbrechen, Druck auf die Blase.Google Scholar
  121. 4.
    Neu: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 450.Google Scholar
  122. 5.
    Schröder, Hinrichs und Keßler: Arch. f. Gynäkol. Bd. 128, S. 101.Google Scholar
  123. 6.
    Kaboth: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 420.Google Scholar
  124. 7.
    Novak: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 451.Google Scholar
  125. 1.
    Mayer, A.: Zentralbl. f. Gynäkol. 1925, S. 793.Google Scholar
  126. 2.
    Mayer, A.: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 418.Google Scholar
  127. 3.
    v. Jaschke: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 239.Google Scholar
  128. 1.
    Kraus, F.: Syzyziologie S. 106.Google Scholar
  129. 2.
    Rößle: Münch. med. Wochenschr. 1921, Nr 40.Google Scholar
  130. 3.
    Grote: Grundlagen ärztlicher Betrachtung. Berlin: Julius Springer 1921.Google Scholar
  131. 1.
    Schröder: Zentralbl. f. Gynäkol. 1921, S. 1406.Google Scholar
  132. 2.
    Mathes: S. 43.Google Scholar
  133. 1.
    Loeser: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 422.Google Scholar
  134. 2.
    Auf die Bedeutung dieses Punktes hat besonders Menge wiederholt nachdrücklichst hingewiesen.Google Scholar
  135. 1.
    Menge: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 282.Google Scholar
  136. 2.
    Menge in Finger, Handb. d. Geschlechtskrankh. Bd. 2, S. 355.Google Scholar
  137. 1.
    Schröder, Hinrichs und Keßler: Arch. f. Gynäkol. Bd. 128, S. 126.Google Scholar
  138. 2.
    Guanidin ist Imidoharnstoff, also Harnstoff, dessen Sauerstoffatom durch die Imidogruppe ersetzt wurde.Google Scholar
  139. 1.
    Histidin ist β-Imidazol-α-Aminopropionsäure.Google Scholar
  140. 2.
    Becher: Münch. med. Wochenschr. 1925, Nr. 26 und 1926, Nr. 30 und 32.Google Scholar
  141. 1.
    Becher: Dtsch. Arch. f. klin. Med. Bd. 148, 1925.Google Scholar
  142. 2.
    Tryptophan ist Indolaminopropionsäure.Google Scholar
  143. 1.
    Zum Nachweis des Tryptophans wird die zu untersuchende Flüssigkeit mit schwach nitrithaltiger konzentrierter Salzsäure und einer Spur Formaldehyd versetzt. Bei der Anwesenheit von Tryptophan entsteht eine tiefviolette Farbe (Reaktion von Voisenet.)Google Scholar
  144. 2.
    Folin und Denis: Journ. of. biol. chem. Bd. 12.Google Scholar
  145. 3.
    Fürth: Biochem. Zeitschr. Bd. 146, 1924.Google Scholar
  146. 1.
    Eine direkte quantitative Bestimmung des Histidins konnte leider nicht vorgenommen werden, da Histidinmonochlorhydrat — zur Herstellung einer Vergleichslösung — nicht im Handel zu haben war.Google Scholar
  147. 1.
    Unter der diastatischen Kraft versteht man die Zahl der Kukikzentimeter l%iger Stärkelösung, die von 1 g Scheideninhalt in 24 Stunden abgebaut werden.Google Scholar
  148. 1.
    Menge (Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 253) bemerkt dazu: „Eine Kontrolle gerade der ambulant frauenärztlich beratenen Privatpatientinnen liefert wohl am ehesten einen die wirklichen Verhältnisse annähernd wiedergebenden Eindruck von der Gesamthäufigkeit aller Fluorarten bei einem rein gynäkologisch zusammengesetzten Krankenmaterial. Denn die Privatpatientin nimmt im allgemeinen früher als die Frau aus dem Volke von genitalen Sekretionsstörungen Notiz und sucht dieser lästigen Erscheinung wegen auch häufiger den Arzt auf. Es ist erstaunlich, welche Grade die genitale Hypersekretion und ihre störenden Begleiterscheinungen bei einzelnen indolenten Angehörigen der weiblichen Bauern-und Arbeiterbevölkerung erreichen können, bevor sie größeres Unbehagen auslösen. Demgegenüber kommt es bei den Frauen der sog. besseren Stände aus überspitztem Reinlichkeitsgefühl doch nur sehr selten zu ungerechtfertigten Fluorangaben. Jedenfalls muß man mit der Auswertung eines aus der gynäkologischen Privatsprechstunde gewonnenen Eindrucks über die Fluorhäufigkeit vorsichtig sein, auch weil die Hypersekretion aus gonorrhoischer und tuberkulöser Genitalerkrankung, ferner aus Eihautresten und aus andersartiger intragenitaler Fremdkörperwirkung, weiter aus Gewebszerfall und endlich auch der intragenital bedingte Ausfluß bei den Frauen aus dem Volke häufiger als bei den Damen der Gesellschaft vorkommen dürfte. Eine eingehende Diskussion der sonstigen zahlreichen Einzelschwierigkeiten, welche einer zuverlässigen Bestimmung der Fluorhäufigkeit im Wege stehen, muß hier unterbleiben.“Google Scholar
  149. 1.
    Im Original nicht gesperrt gedruckt.Google Scholar
  150. 1.
    Menge: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 251f.Google Scholar
  151. 1.
    Bei Graviden ist die schubweise Entleerung von Flüssigkeit aus der Scheide pathognomonisch für Hydrorrhoea uteri gravidi decidualis oder amnialis.Google Scholar
  152. 1.
    Findet man bei wiederholter Untersuchung keinen Tumor neben dem Uterus, dann muß man mit der Möglichkeit rechnen, daß die Flüssigkeit aus dem Uterus selbst stammt. Gerich (Zentralbl. f. Gynäkol. 1923, S. 1108) hat über eine „intermittierende Pyometra“ berichtet, die dadurch zustande kam, daß ein langgestielter Schleimhautpolyp zeitweise den inneren Muttermund verlegte. Auch beim „Mittelfluß“ (Seite 167 Fußnote 6) kommt es zur plötzlichen Entleerung einer größeren Flüssigkeitsmenge — und zwar von Cervixsekret..Google Scholar
  153. 2.
    Dieses Schleimklümpchen stellt nicht das ganze Korpussekret dar, sondern nur seinen „Überrest“ (B. S. Schultze). Das Glycerin des Tampons zieht das Wasser des Sekrets an sich; „die geformten Bestandteile des Sekretes werden dagegen an der Stelle, an der sie mit dem Tampon in Berührung kommen, festgehalten“.Google Scholar
  154. 3.
    „Selten findet man eine größere Partie des Tampons eitergetränkt“ (B. S. Schultze).Google Scholar
  155. 4.
    Also nicht die Menge und nicht die Wässerigkeit des Sekretes ist für die Endometritis corporis charakteristisch, sondern der Eitergehalt des Sekretes (S. 394).Google Scholar
  156. 1.
    Winter: Lehrb. d. gynäkol. Diagnostik. 3. Aufl., S. 481f.Google Scholar
  157. 2.
    Gegen die Verwendung von Tanninglycerin hat Winter eingewendet, daß die starke Wassersekretion infolge des Glycerins störend wirkt, da sie kein Urteil über den Wassergehalt des Sekretes gestattet und da kleine Mengen Schleim sich so eindicken, daß man sie nicht sicher erkennen kann. Außerdem bewirkt die Reizung der Schleimhaut durch das Tanninglycerin eine reichliche Abstoßung von Platten-epithelien; diese mischen sich dem Sekret bei, sie trüben es und sie machen die Entscheidung schwer, inwieweit die Abstoßung auf den Katarrh zurückzuführen ist. Schleim und Eiter sind dadurch schwer zu unterscheiden, und es ist nicht leicht zu erkennen, ob das Cervixsekret glashell oder ob es durch Eiter und Epithelien getrübt ist.Google Scholar
  158. 1.
    Winter: Lehrb. d. gynäkol. Diagnostik. 3. Aufl., S. 482.Google Scholar
  159. 2.
    Döderlein: Veit, Handb. d. Gynäkol. Bd. 2, S. 191.Google Scholar
  160. 3.
    Menge: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 298.Google Scholar
  161. 4.
    S. S. 231.Google Scholar
  162. 5.
    Menge: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 298.Google Scholar
  163. 1.
    Schröder, R.: Dtsch. med. Wochenschr. 1927, 1415.Google Scholar
  164. 2.
    Kaboth: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 419f.Google Scholar
  165. 3.
    Martius: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 448.Google Scholar
  166. 4.
    Kaboth: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 419.Google Scholar
  167. 1.
    Kaboth: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 456.Google Scholar
  168. 2.
    Menge: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 465f.Google Scholar
  169. 3.
    Menge und Schultze-Rhonhof: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 449.Google Scholar
  170. 1.
    Da Fluor (und Kolpitis) bei der Oxyuriasis des Darmes nicht allzu selten zu sein scheint, so sollte man immer auch an diese Möglichkeit denken und sie durch Befragen der Patienten, sowie durch Untersuchung des Stuhles, auszuschalten versuchen. — Ganz besonders gilt diese Regel für Patienten mit blasser Gesichtsfarbe, umränderten Augen, wechselndem Appetit, zeitweiliger Übelkeit, unbestimmten Schmerzen und Beschwerden im Abdomen, Juckreiz am Anus und am Genitale u. a. m.Google Scholar
  171. 1.
    Kirstein: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 428.Google Scholar
  172. 2.
    Schröder, Hinrichs und Keßler: Arch. f. Gynäkol. Bd. 128, S. 101.Google Scholar
  173. 3.
    Benthin: Med. Klinik. 1921, Nr. 31.Google Scholar
  174. 1.
    v. Jaschke: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 238.Google Scholar
  175. 2.
    Novak: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 451.Google Scholar
  176. 1.
    Menge: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 309.Google Scholar
  177. 2.
    Seilheim: Dtsch. med. Wochenschr. 1923, S. 750.Google Scholar
  178. 1.
    Die Erklärung ergibt sich aus der Bemerkung von Menge (1925, S. 294), daß der postmenstruelle Fluor erst dann einen pathologischen Charakter gewinnt, wenn sich eine bakterio-chemische Reizung der Scheidenwand anschließt.Google Scholar
  179. 2.
    Schweitzer: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 450.Google Scholar
  180. 3.
    Zweifel, P.: Vorlesungen über klin. Gynäkol. Berlin, Hirschwald, 1892, S. 337.Google Scholar
  181. 1.
    Zweifel, P.: Zentralbl. f. Gynäkol. 1925, S. 2593.Google Scholar
  182. 1.
    Courty: Mal de l’Utérus. III. Ed. Bd. 2, p. 376. Zit. nach Breisky.Google Scholar
  183. 2.
    Emmet: Gynécologie. III. Ed. 1884. Zit. nach Breisky.Google Scholar
  184. 3.
    Alkalische Ätzmittel sind nicht verwendbar, da sie keinen dichten Ätzschorf erzeugen, sondern das Gewebe lockern und verflüssigen [Menge (1925, S. 316)].Google Scholar
  185. 1.
    Menge: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 318.Google Scholar
  186. 2.
    Vorzüglich wirken bei derartigen Vulvitiden und intertriginösen Ekzemen auch nächtliche Umschläge mit einer wässerigen oder schwach Spirituösen Resorcinlösung. Außerdem kommen, je nach der Verträglichkeit, Puderungen oder Einfettungen der Haut mit Lanolin, eventuell auch mit Zinksalbe, in Betracht, nicht aber mit Vaseline, da diese etwas reizt (Menge).Google Scholar
  187. 3.
    P. Zweifel (Zentralbl. f. Gynäkol. 1925, S. 2594) verordnet nach dem Lapisbad Scheidenspülungen mit 0,5%iger Milchsäurelösung und er hat gefunden, daß diese Kombination „oft ganz überraschend“ gut wirkt. Das Lapisbad wird wöchentlich einmal, die Spülungen werden täglich gemacht.Google Scholar
  188. 1.
    Vor Spülbirnen, die den Scheideneingang vollkommen verschließen, ist zu warnen, da die Spülflüssigkeit bei starker Druckerhöhung aus der Scheide in die Bauchhöhle überfließen und eine akute Pelveoperitonitis erzeugen kann (Menge). Auch von der Verwendung von Gummispritzen ist abzuraten, da sie sehr schwer rein zu halten sind.Google Scholar
  189. 2.
    Menge: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 319.Google Scholar
  190. 1.
    Esch: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 457.Google Scholar
  191. 1.
    Menge: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 312.Google Scholar
  192. 1.
    Menge: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 311.Google Scholar
  193. 2.
    Auf ein Vollbad für Erwachsene rechnet man durchschnittlich 250 Liter Wasser.Google Scholar
  194. 3.
    Menge: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 311.Google Scholar
  195. 4.
    Menge: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 311f.Google Scholar
  196. 1.
    Menge: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 310.Google Scholar
  197. 2.
    Selbst die anscheinend so harmlosen Scheidenspülungen können sehr schaden, da sie die Aufmerksamkeit der Kranken in unnötiger Weise auf das Genitale hinlenken (Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 310).Google Scholar
  198. 1.
    Fritsch: Die Krankheiten der Frauen. 12. Aufl. S. 108.Google Scholar
  199. 2.
    Aus Köhler in Halban-Seitz Bd. II S. 122.Google Scholar
  200. 3.
    Siehe Seite 244.Google Scholar
  201. 4.
    Über den Einfluß der Scheidenspülungen auf die Scheidenflora siehe Polano, Zeitschr. f. Geb. u. Gyn. Bd. 70, S. 394, 1912Google Scholar
  202. E. Zweifel, Monatsschr. f. Geb. u. Gyn. Bd. 39, S. 459, 1914Google Scholar
  203. Kamniker und Schmid, Wien. klin. W. 1925, S. 621.Google Scholar
  204. 1.
    Loeser: Zentralbl. f. Gynäkol. 1920, S. 424 u. 420.Google Scholar
  205. 1.
    An dem ursprünglichen Modell (Münch. med. Wochenschr. 1909, S. 756) fehlten diese vier Rillen. Die Veröffentlichung von Hamm (Münch. med. Wochenschr. 1915, Nr. 44) hat Nassauer veranlaßt, diese zweifellos ausgezeichnete Einrichtung anzubringen.Google Scholar
  206. 1.
    Loeser: Zentralbl. f. Gynäkol. 1920, S. 424.Google Scholar
  207. 1.
    P. Zweifel: Zentralbl. f. Gynäkol. 1913, S. 1447.Google Scholar
  208. 2.
    Die Selbstherstellung des Puffergemisches ist nicht ganz einfach, da weder Milchsäure noch Natriumlactat in genau vorgeschriebener, konstanter Zusammensetzung im Handel zu haben sind (Naujoks und Behrens).Google Scholar
  209. 1.
    Die Hefe wurde schon im Altertum zur Behandlung des Ausflusses verwendet. In den Werken des Hippokrates (De natura muliebri, Kap. XXXIII, S. 355) findet sich Weinhefenasche als Spülmittel angegeben. („Man brenne Weinhefe, werfe sie in Wasser, mache hierauf mit dem Wasser eine Spülung …“.) Weitere Angaben über die Verwendung der Hefe im Altertum finden sich bei Dioscurides (ed. C. Sprengel, Lipsiae 1829, Buch V, Kap. 131) und bei Plinius, Historia naturalis. Lib. XXII, 82.Google Scholar
  210. 1.
    Spülungen sind vorteilhaft, da die ausgegorene Hefe einen guten Nährboden für Bakterien abgibt; infolgedessen ist ihre Entfernung angezeigt.Google Scholar
  211. 2.
    Loeser: Zentralbl. f. Gynäkol. 1920, S. 425.Google Scholar
  212. 3.
    Kuhn: Morphol. Beiträge usw. „Zur Leichenfäulnis“. Arch. f. Hyg. 1892, Tabelle S. 69 Levy, Blumenthal und Marxer: Abtötung und Abschwächung von Mikroorganismen usw. Zentralbl. f. Bakteriol., Parasitenk. u. Infektionskrankh. Bd. 42, H. 3, 1906. Dieselben: Experimentelle Unters, über Tuberkulose. Zentralbl. f. Bakteriol., Parasitenk. u. Infektionskrankh. Bd. 46, 1. Abt., H. 3, 1908. Levy und Blumenthal: Über die bactericide Wirkung des Zuckers. Immunisierung vermittels trockener, durch Galaktose abgetöteter Typhusbacillen. Med. Klinik. 1906, Nr. 16.Google Scholar
  213. 1.
    Loeser: Zentralbl. f. Gynäkol. 1920, S. 425.Google Scholar
  214. 2.
    Nassauer: Münch. med. Wochenschr. 1921, Nr. 27.Google Scholar
  215. 3.
    Stephan: Zentralbl. f. Gynäkol. 1921, Nr. 43.Google Scholar
  216. 4.
    Loeser: Zentralbl. f. Gynäkol. 1920, S. 425.Google Scholar
  217. 5.
    Asch: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 444.Google Scholar
  218. 6.
    Loeser: Zentralbl. f. Gynäkol. 1920, S. 426.Google Scholar
  219. 7.
    Es tritt dann zunächst eine Steigerung der Scheidensekretion ein, da die hypertonische Zuckerlösung, die sich allmählich bildet, flüssigkeitsanziehend auf die Scheidenwand wirkt.Google Scholar
  220. 8.
    Benthin: Med. Klinik. 1921, Nr. 31 u. 32.Google Scholar
  221. 9.
    Nassauer: Münch. med. Wochenschr. 1921, Nr. 27.Google Scholar
  222. 10 Schröder: Zentralbl. f. Gynäkol. 1921, Nr. 38 u. 39.Google Scholar
  223. 11 Stephan: Zentralbl. f. Gynäkol. 1921, Nr. 43.Google Scholar
  224. 12 v. Jaschke und Salomon (Zentralbl. f. Gynäkol. 1922, S. 55) wiesen aber nach, daß in dem Bacillosan gar keine lebenden Milchsäurebacillen vorhanden waren, da sie durch einen technischen Fehler in der Fabrik abgetötet worden waren, v. Jaschke und Salomon vermuteten deshalb, daß der Milchzucker der wirksame Faktor war, soweit daneben nicht auch suggestive Einflüsse und die Trockenbehandlung eine Rolle spielten.Google Scholar
  225. 1.
    Wolfring: Zentralbl. f. Gynäkol. 1921, S. 818.Google Scholar
  226. 2.
    v. Jaschke und Salomon: Zentralbl. f. Gynäkol. 1922, S. 56.Google Scholar
  227. 3.
    Menge: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 323.Google Scholar
  228. 4.
    Schweitzer: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 450.Google Scholar
  229. 5.
    Heynemann: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 444.Google Scholar
  230. 1.
    v. Jaschke: Arch. f. Gynäkol. Bd. 125, S. 460.Google Scholar

Copyright information

© J. F. Bergmann in München 1930

Authors and Affiliations

  • Ludwig Nürnberger
    • 1
  1. 1.UniversitätsfrauenklinikHalle a. S.Deutschland

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