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Krankenhaus am Friedrichshain

  • Friedrich Trendelenburg
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Zusammenfassung

Während ich bisher, ohne mir viele Gedanken um die Zukunft zu machen, arbeitend, lernend und das Leben genießend ziemlich sorglos in den Tag hineingelebt hatte, sah die Welt mich jetzt mit ernsteren Augen an. Auf eine längere Verlobungszeit hatten wir Beide uns wohl gefaßt gemacht, aber daß sie sich vielleicht über eine Reihe von Jahren ausdehnen könnte, war ein bedrückender Gedanke. Der Chirurgie Valet zu sagen und mich der allgemeinen ärztlichen Praxis zu ergeben, wäre ein harter Entschluß gewesen, um so mehr als ich das bestimmte Gefühl hatte, für den Beruf des praktischen Arztes mit seinen besonderen Ansprüchen an Menschenkenntnis, Gewandtheit im Umgang, Glauben an zweifelhafte Mittel und Mittelchen und Gabe der Suggestion Weniger veranlagt zu sein. Daß LANGENBECK mich wohl noch etwas länger als Assistent behalten würde, durfte ich annehmen, aber die Möglichkeit, in der Assistententelle zu heiraten, war nach Lage der Verhältnisse ganz ausgeschlossen. Und was ist unsicherer als die akademische Laufbahn eines Privatdozenten, bis er durch die erste Berufung in eine Professur den Fuß glücklich im Steigbügel hat?

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© Verlag Von Julius Springer 1924

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  • Friedrich Trendelenburg

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