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Praktische Tarifökonomie

  • W. Spiess
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Zusammenfassung

Der für die praktische Tarifökonomie vielfach übliche Ausdruck „Tarifpolitik“ ist unangreifbar, wenn man ihn sinngemäß gleich mit etwa „Dividendenpolitik“, „Abschreibungspolitik“, „Bilanzpolitik“ und dergleichen mehr versteht. Mit Politik im allgemein gebrauchten Sinne, d. h. mit staatlicher Wirtschafts- oder gar Außenpolitik hingegen hat die praktische Tarifökonomie begriffsmäßig nichts zu tun, so bedeutsam sie auch im einzelnen Falle von der Außen- oder Wirtschaftspolitik her beeinflußt oder gar geleitet werden kann. Denn die Tarifökonomie ist eine Technik, und zwar eine Betriebstechnik, genau so wie etwa die Brücken- oder Eisenbahnanlage und -betreibung Bau- und Betriebstechniken sind. Und so umwälzend in wirtschafts-, außenpolitischer oder militärischer Beziehung alle diese Techniken in ihren Anlagen und Betrieben sein und wirken, ja sogar gedacht sein können, so wenig sind sie deswegen grundsätzlich politisch; vielmehr sind sie urzweckmäßig fachlich, d. h. betriebswirtschaftlich; und gleich ihnen ist auch die Tarifökonomie grundsätzlich betriebswissenschaftlich und nicht politisch geartet.

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© Julius Springer in Berlin 1939

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  • W. Spiess

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