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Rückblick

  • Hans Muthesius
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Zusammenfassung

Die Entwicklung der deutschen Wohlfahrtspflege während der letzten Jahre hat es mit sich gebracht, daß die Fürsorge für einzelne Gruppen besonders geregelt wurde und daß schließlich in der neuen Fürsorgepflichtverordnung diese bis dahin in Gruppenfürsorge aufgeteilte Fürsorge eine gemeinschaftliche gesetzliche Grundlage gefunden hat. Die Frage, ob damit das Prinzip der Gruppenfürsorge vollständig aufgegeben, eingeschränkt oder beibehalten worden ist, ist bereits oben S. 45 behandelt worden, sie soll, wie oben schon angekündigt, hier unter Berücksichtigung des inzwischen Erörterten nochmals kurz besprochen werden. Die auf eine Vereinheitlichung drängenden Tendenzen sind unverkennbar. In den Trägern der Fürsorge besteht keinerlei Unterschied mehr; das bedeutet daß die Finanzierung der gesamten Fürsorge unter einheitlichen Gesichtspunkten erfolgt, daß also keine Gruppe Fürsorgebedürftiger dadurch, daß sie einem besonders leistungsunfähigen Fürsorge-träger anvertraut ist, darunter zu leiden hat (wie bisher die der Armenpflege Überwiesenen). Aber auch die durchführenden Stellen sind gemeinsam oder sind auf dem Wege gemeinsam zu werden. Hierfür sorgt von Gesetzeswegen insbesondere die Bestimmung, daß die Fürsorgeaufgaben desselben örtlichen Bereichs tunlichst von der gleichen Stelle durchgeführt werden sollen. Zur Vereinheitlichung trägt auch weiter bei, daß das Gesetz sich die Fürsorgestellen der Verbände als Mittelpunkte der öffentlichen Wohlfahrtspflege und zugleich als Bindeglied zwischen öffentlicher und freier Wohlfahrtspflege denkt.

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Notes

Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1925

Authors and Affiliations

  • Hans Muthesius
    • 1
  1. 1.Stadtrat in Berlin-SchönebergDeutschland

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