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Zusammenfassung

Ich danke Ihnen für Ihr freundliches und anerkennendes Schreiben im Eichhoffschen Prozeß;3) allerdings bedarf es einer tätigen Beihilfe seitens des Publikums, wenn in zweiter Instanz bessere Erfolge erreicht werden sollen. Ich schrieb in dieser Sache an Bucher,4) um gewisse Erklärungen von dem Polizeigericht zu Bow-Street in beglaubigter Abschrift mir zu besorgen, und sagte ihm dabei, daß er wohl schwerlich eine Ahnung davon habe, wie wenig man bei uns noch einen Begriff hätte, was zur glücklichen Durchführung eines politischen Prozesses gehört. Nicht nur, daß ich völlig unentgeltlich die Verteidigung führe, fehlen selbst die Mittel zu den notwendigsten baren Auslagen. Ich habe auf meine Kosten die Reise mit Eichhoff nach Hamburg zum Zweck einer Zeugenvernehmung gemacht, alle sonstigen Auslagen bestritten und meinen Substituten für Vertretung in anderen Prozessen bezahlt.

Notes

References

  1. 1).
    Richard Röpell (1808–1893) war seit 1841 Professor der Geschichte in Breslau. Er war altliberaler und später nationalliberaler Abgeordneter.Google Scholar
  2. 3).
    Der Schriftsteller Wilhelm Eichhoff stand unter Anklage wegen einiger Artikel, die er im Londoner „Herrmann“ gegen Stieber, den Chef der preußischen politischen Polizei, veröffentlicht hatte. Vgl. Lassalle an Marx, 24. Mai 1860, in Bd. III dieser Nachlaßausgabe, S. 300.Google Scholar
  3. 4).
    Lothar Bucher kehrte bald darauf aus London, wo er, der politische Flüchtling, als Korrespondent der „Nationalzeitung“ lebte, unter Benutzung der von Wilhelm I. gewährten Amnestie nach Berlin zurück.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1923

Authors and Affiliations

  • Gustav Mayer

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