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Beziehungen zu ausländischen Gelehrten Auslandsreisen

  • Otto Lubarsch
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Zusammenfassung

Schon seit dem Beginn dieses Jahrhunderts hat man in Europa seitens der führenden Völker den geistigen Einfluß über die ganze Welt auszubreiten gesucht. Zum Teil war es von Frankreich und England ein Mittel zur Einkreisung und Niederhaltung Deutschlands, zum Teil fügte es sich in die Bestrebungen der Kolonisation ein. Auch die deutsche Politik hat sich der geistigen und wissenschaftlichen Beziehungen zu bedienen versucht, und Kaiser Wilhelm II. hat ja durch die Einrichtung der Austauschprofessuren mit Amerika den deutschen Einfluß zu festigen und zu vermehren sich bemüht. Unabhängig von derartigen Zwecken der Machtpolitik hat sich aber auch die geistige Verbundenheit der Kulturvölker im Zusammenschluß der wissenschaftlichen Akademien und zwischenstaatlichen wissen-schaftlichen Zusammenkünften geäußert. Das Einflußgebiet der einzelnen Länder war verschieden — in erster Linie natürlich auf die gleichsprachigen Länder, Frankreichs auf die meisten romanischen mit Ausnahme Italiens und auf Dänemark, Deutschlands auf Schweden, Rußland, Japan, China, Ungarn, zum Teil Amerika; Englands auf Norwegen und ein Teil Ostasiens sowie Ägyptens; dabei nicht einmal gleichmäßig auf allen Wissenschaftsgebieten, so daß z. B. die deutsche Wissen-schaft in Rußland, Jtalien, Amerika, Japan einen ganz über-ragenden Einfluß auf dem Gebiete der Pathologie, Frankreich aber zum Teil in Rußland einen stärkeren auf dem der Phnsio-logie hatte.

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© Julius Springer in Berlin 1931

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  • Otto Lubarsch

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