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Ein kleiner Beitrag zur Liebig-Biographie

  • Edmund O. von Lippmann
Chapter
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Zusammenfassung

Eine charakteristische, bisher wohl unbeachtete Mitteilung aus Liebigs Leben enthält der 1916 erschienene 4. Band des vom „Schwäbischen Schiller-Vereine“ herausgegebenen Werkes „Uhlands Briefwechsel“4), eines Buches, das wohl nur wenigen Berufschemikern in die Hände gekommen sein dürfte. — Nach dem Tode L. Tiecks schlug der hervorragende Philologe Boekh dem Kanzler des Ordens pour le mérite, Alexander Von Humboldt, Uhland als Nachfolger vor, nachdem schon 1851 Fr. Rückert auf ihn, „als deutschen Altertums-Forscher“, und auf Liebig „als ausgezeichneten deutschen Stylisten“ hingewiesen hatte. Der damals 84jährige Humboldt nahm Boekhs Anregung mit Begeisterung auf, nicht zum wenigsten, weil Uhland den Reaktionären infolge seines Verhaltens im Frankfurter Parlament von 1848 und namentlich wegen seines kühnen Wortes vom unentbehrlichen „Tropfen demokratischen Öles“ für politisch verdächtig galt; in zahlreichen eigenhändigen Briefen warb Humboldt bei den Mitgliedern der „Friedensklasse“, u. a. auch bei Liebig, um die so notwendigen Stimmen und hatte die Genugtuung, die äußerst schwierige Wahl durchzusetzen und ihre Bestätigung durch Friedrich Wilhelm IV. zu erlangen.

Notes

Literature

  1. 3).
    Chemiker-Zeit. 1918, S. 157.Google Scholar
  2. 4).
    Ed. Hartmann: Bd. 4, S. 73 ff. Stuttgart 1916.Google Scholar

Copyright information

© Berlin · Verlag von Julius Springer 1923

Authors and Affiliations

  • Edmund O. von Lippmann
    • 1
    • 2
  1. 1.Technischen HochschuleDresdenDeutschland
  2. 2.Zuckerraffinerie HalleHalle A. S.Deutschland

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