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Im Zeitalter des Absolutismus und des Merkantilsystems. 1648–1806

  • Paul Goldschmidt
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Zusammenfassung

Im Westfälischen Frieden behauptete der Kurfürst alle Besitzungen, die seinen Vorfahren gehört hatten. Seinen Anspruch auf Vommern, dessen Herrscherhaus während des Krieges erloschen war, konnte er zwar nur zum Teil durchsetzen, aber für das den Schweden überlassene Gebiet erhielt er als Entschädigung drei geistliche Fürstentümer: das Erzbistum Magdeburg, die Bistümer Halberstadt und Minden. Von seinem nunmehrigen Besitz lagen Brandenburg, Hinterpommern, Magdeburg und Halberstadt nahe beieinander in der Mitte von Norddeutschland; sern im Often, durch polnisches Gebiet davon getrennt, das Herzogtum Preußen; Minden und die klevischen Länder in Westfalen und am Rheim. Iedes dieser Gebiete hatte seine besondere Verwaltung, eigene Stände und Gerichte, gemeinsam war ihnen nur die Person ihres Landesherrn. Der Große Kurfürst hat e saber in seiner fast halbhundertjährigen Regierung verstanden, die Unterschiede seiner Länder einegermaßen auszugleichen, ihre Entwickelung zu einem organischen Ganzen eizuleiten. So ist er der Schöpfer des preußischen Staates geworden, und damit beginnt für Berlin als Mittelpunkt und Hauptstadt deises Staates eine neue Epoche seiner Geschichte, eine Zeit des Aufblühens und kräftiger Entwickelung. Alle Maßregeln der Regierung, welche darauf zielten, die einzelnen Teile fester miteinander zu verbinden, ihren Zusammenhang einheitlicher zu gestalten, kamen der Hauptstadt zu gute. Sie wurde der Sitz neuer Behörden, ein Teil des Heeres erhielt hier seine Garnison, der Konsum, die Kaufkraft der Einwohner stieg, neubauten entstanden in großer Zahl.

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Notes

Anmerkungen

  1. Abschnitt 1. (S. 48–62.)
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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1910

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  • Paul Goldschmidt
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