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Das Bewußtsein

  • Oswald Bumke
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Zusammenfassung

In einem sehr lesenswerten Abschnitt seiner Psychologie behandelt William James den „Strom des Bewußtseins“. Das Bewußtsein, meint er, befinde sich in fortwährender Veränderung. Sollte ein psychischer Zustand wirklich einmal irgendeine Dauer besitzen, so würde sich das jedenfalls nicht feststellen lassen. Sicher aber kehrt keiner, der einmal vorüber ist, in ganz gleicher Form wieder. Was uns wiedergegeben wird, ist lediglich derselbe Gegenstand, derselbe Ton, dieselbe Farbe, derselbe Geruch, und nur weil die Psychologie die Inhalte unseres Bewußtseins den Erlebnissen, in die sie eingebaut sind, gleichgesetzt und zugleich gemeint hat, der gleiche äußere Anlaß müsse in uns jedesmal auch den gleichen Eindruck erzeugen, nur deshalb hat sie so lange Wahrnehmungen, Vorstellungen usw. als sich stets gleichbleibende „Elemente“ behandelt. In Wirklichkeit zeigt die Erfahrung, „daß wir nicht imstande sind, anzugeben, ob zwei Sinnesqualitäten, die uns getrennt gegeben sind, genau gleich sind. Was unsere Aufmerksamkeit weit mehr fesselt als die absolute Qualität eines Eindrucks, ist sein Verhältnis zu den übrigen Eindrücken, die wir gleichzeitig haben“. „Wir empfinden die Dinge verschieden, je nachdem ob wir schläfrig oder wach, hungrig oder gesättigt, frisch oder müde sind; wir empfinden sie anders bei der Nacht als am Morgen, anders im Sommer als im Winter; und vor allem anders in der Kindheit, im Mannes- und im Greisenalter.“

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© Springer-Verlag OHG. in Berlin 1941

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  • Oswald Bumke

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