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Hippokrates pp 66-71 | Cite as

Von Luft, Wasser und Örtlichkeit (πєρì άєρων, ύδάτων, τόπων)

  • Arnold Sack
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Zusammenfassung

Wer die ärzthche Kunst richtig und gründhch beschreiben will, der merke sich, daß er den Einfluß einer jeden Jahreszeit auf den Gesundheitszustand der Menschen zu berücksichtigen hat. Denn die Jahreszeiten sind nicht allein in sich selbst, sondern auch in ihren wechselseitigen Auswirkungen untereinander grundverschieden. Ferner merke er sich die in der betreffenden Gegend vorherrschenden Windrichtungen und ob die Winde kalt oder warm sind, mit den allgemein bekannten Luftströmungen übereinstimmen oder nur dieser Gegend eigentümhch sind. Aber auch die Eigenart des Trinkwassers muß er kennen, das nicht allein sehr verschieden im Geschmack und in der Bekömmlichkeit ist, sondern auch in seinen sonstigen Wirkungen auf den Menschen verschieden sein kann. Folghch muß der Arzt, wenn er in eine Stadt kommt, die ihm bis dahin unbekannt war, genau auf die Lage achten bzw. auf das örthche Verhalten der Luftströmungen und der Sonnenbehchtung, weil das örthche Khma verschieden sein kann, je nachdem die Stadt von der Nord- oder Südseite, von der Ost- oder Westseite geschützt ist. Ferner wird er sich auf das genaueste erkundigen müssen, wie das dort benützte Trinkwasser beschaffen ist, ob es sumpfig und weich oder hart ist, weil es von den Bergen kommt oder aus den Felsen quillt, und somit einen größeren oder geringeren Gehalt an Salzen hat.

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© Julius Springer in Berlin 1927

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  • Arnold Sack

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