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Die Konsuln

  • Max Fleischmann
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Zusammenfassung

Der bedeutsame Name der Konsuln war im mittelalterlichen Italien zum Titel für Stadtmagistrate und Vorsteher der Kaufmannsgilden geworden. Von hier wurde er für die Vorsteher der italienischen Faktoreien in der Levante übernommen, die bald von der heimischen Behörde bestellt, bald von den Kaufleuten selbst erwählt, in den levantinischen Handelsniederlassungen die Obrigkeit schlechthin bildeten, mit Justiz- und Polizeigewalt, die von dem Aufenthaltsstaate nach dem Grundsatz der Personalität der Rechte über Fremde nicht geübt wurde. Beim Übergang der Konsulatseinrichtung, zunächst in die westlichen Randstaaten des Mittelmeeres, die den Grundsatz der Territorialität gegen alle Insassen geltend machten, schränkten sich die Rechte der Konsuln (in den Faktoreien der Hansa „Oldermann“) auf die Wahr-nehmung wirtschaftlicher Interessen, Schutz gegen Eingriffe des Aufent-haltsstaates, ein. Beiderlei Aufgaben lassen sich auch heut noch am Konsularamte erkennen, in ausgesprochenem Maße allerdings nur noch bei den sog. Jurisdiktionskonsuln (unten § 25)2).

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Notes

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1925

Authors and Affiliations

  • Max Fleischmann
    • 1
  1. 1.Universität HalleDeutschland

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