Advertisement

F. W. J. v. Schelling

1775–1854
  • Paul Przygodda
  • J. G. Fichte
  • E. v. Hartmann
Chapter
  • 28 Downloads

Zusammenfassung

Was Philosophie überhaupt sei, läßt sich nicht so unmittelbar beantworten. Wäre es so leicht, über einen bestimmten Begriff von Philosophie übereinzukommen, so brauchte man nur diesen Begriff zu analysieren, um sich sogleich im Besitz einer allgemeingültigen Philosophie zu sehen. Philosophie ist nicht etwas, was unserem Geiste ohne sein Zutun ursprünglich und von Natur beiwohnt. Sie ist durchaus ein Werk der Freiheit. Sie ist jedem nur das, wozu er sie selbst gemacht hat; und darum ist auch die Idee von Philosophie nur das Resultat der Philosophie selbst, welche als eine unendliche Wissenschaft zugleich die Wissenschaft von sich selbst ist.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Notes

Literatur

  1. 1).
    Dies haben gleich anfangs einige scharfsinnige Männer der Kantischen Philosophie entgegengesetzt. Diese Philosophie läßt alle Begriffe von Ursache und Wirkung nur in unserem Gemüt, in unseren Vorstellungen entstehen, und doch die Vorstellungen selbst wieder nach dem Gesetz der Kausalität durch äußere Dinge in mir bewirken. Man wollte es damals nicht hören, wird es aber nun doch hören müssen.Google Scholar
  2. 1).
    Leibnitii Prinzip. Philos. § 7.Google Scholar
  3. 1).
    In der Mechanik können zugleich die allgemeinen Eigenschaften der Körper, insofern sie auf mechanische Bewegung Einfluß haben, mitgenommen werden, wie Elastizität, Härte, Dichtigkeit. — Die allgemeine Bewegungslehre aber gehört gar nicht in die empirische Naturlehre. — Ich glaube, daß nach dieser Einteilung die Physik einen weit einfacheren und natürlicheren Zusammenhang bekommt, als sie bis jetzt noch in den meisten Lehrbüchern erhalten hat.Google Scholar
  4. 1).
    Das Wahre ist, daß die Idee der Dinge an sieh an Kant durch Tradition gekommen war und in der Überlieferung allen Sinn verloren hatte.Google Scholar
  5. 1).
    Die genauere Betrachtung aber wird jeden unmittelbar lehren, daß jedes In-Mir-Setzen der absoluten Identität des Endlichen und Unendlichen ebenso wie das Außer-Mir-Setzen wiederum nur mein Setzen, jene also an sich weder ein In-Mir noch ein Außer-Mir sei.Google Scholar
  6. 1).
    In Schriften und Übersetzungen aus den ersten Zeiten des deutschen Purismus findet man sehr häufig die Ausdrücke: Lehrgebäude von Wesen, Lehrgebäude der Natur. Schade, daß unsere neueren Philosophen den Ausdruck außer Gebrauch kommen ließen.Google Scholar
  7. 1).
    Dies sieht man sehr deutlich aus den Äußerungen mancher Verteidiger der Lebenskraft. Hr. Brandis z. B. (in seinem Versuche über die Lebenskraft S. 81) fragt: „Sollte die Elektrizität (die bei phlogistischen Prozessen überhaupt mitzuwirken scheint) auch an dem phlogistischen Lebensprozesse (den der Verfasser annimmt) Anteil haben, oder Elektrizität die Lebenskraft selbst sein? Ich halte es für mehr als wahrscheinlich.“Google Scholar
  8. 1).
    Jacobis David Hume, S. 140.Google Scholar
  9. 1).
    Es ist dies der einzig rechte Dualismus, nämlich der, welcher zugleich eine Einheit zuläßt. Oben war von dem modifizierten Dualismus die Rede, nach welchem das böse Prinzip dem guten nicht bei- sondern untergeordnet ist. Kaum ist zu fürchten, daß jemand das hier aufgestellte Verhältnis mit jenem Dualismus verwechseln werde, in welchem das Untergeordnete immer ein wesentlich böses Prinzip ist und eben darum seiner Abkunft aus Gott nach völlig unbegreiflich bleibt.Google Scholar
  10. 1).
    In dem Sinne, wie man sagt: das Wort des Rätsels.Google Scholar
  11. 1).
    Augustinus sagt gegen die Emanation: aus Gottes Substanz könne nichts hervorgehen, denn Gott; darum sei die Kreatur aus nichts erschaffen, woher ihre Korruptibilität und Mangelhaftigkeit komme (de lib. arb. L. I. C. 2). Jenes Nichts ist nun schon lange das Kreuz des Verstandes. Einen Aufschluß gibt der Ausdruck der Schrift: der Mensch sei ἐκ τῶν μὴ ὄντων, aus dem, das da nicht ist, geschaffen, so wie das berühmte μὴ ὄv der Alten, welches, so wie die Schöpfung aus nichts, durch die obige Unterscheidung zuerst eine positive Bedeutung bekommen möchte.Google Scholar
  12. 1).
    Möge es einst der treffliche Erklärer des Platon, oder noch früher der wackere Böckh aufhellen, der dazu schon durch seine Bemerkungen bei Gelegenheit der von ihm dargestellten Platonischen Harmonik und durch die Ankündigung seiner Ausgabe des Timäos die besten Hoffnungen gegeben hat.Google Scholar
  13. 1).
    Man vergleiche mit diesem ganzen Abschnitt des Verfassers Vorlesungen über die Methode des akademischen Studiums. VIII. Vorlesung über die historische Konstruktion des Christentums.Google Scholar
  14. 1) So Luther im Traktat de servo arbitrio; mit Recht, wenn er auch die Vereinigung einer solchen unfehlbaren Notwendigkeit mit der Freiheit der Handlungen nicht auf die rechte Art begriffen.Google Scholar
  15. 1) Der Platonische Ausdruck im Timäos S. 349. Vol. IX. der Zweybr. Ausg.; früher in Tim. Locr. de an. mundi, ebendas. S. 5.Google Scholar
  16. 1) Tentam. theod. Opp. T. I. p. 365. 366.Google Scholar
  17. 1) Kleeblatt hellenistischer Briefe II. S. 196.Google Scholar
  18. 1) Tentam. theod. p. 139. Ex his concludendum est, Deum antecedenter velle omne bonum in se, velle consequenter optimum tanquam finem; indifferens et malum physicum tanquam medium; sed velle tantum permittere malum morale, tanquam conditionem, sine qua non obtineretur optimum, ita nimirum, ut malum nonnisi titulo necessitatis hypotheticae, id ipsum cum optimo connectentis, admittatur.“— p. 292. Quod ad vitium attinet, superius ostensum est, illud non esse objectum decreti divini, tanquam medium, sed tanquam conditionem sine qua non — et ideo duntaxat permitti. — Diese zwei Stellen enthalten den Kern der ganzen Leibnizischen Theodicee.Google Scholar

Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1916

Authors and Affiliations

  • Paul Przygodda
  • J. G. Fichte
  • E. v. Hartmann

There are no affiliations available

Personalised recommendations