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Die sozialpolitischen Bestimmungen des Friedensvertrags

  • E. Francke
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Zusammenfassung

Im ersten Teil des Friedens von Versailles, der die „Völkerbundsakte“ enthält, bestimmt Artikel 23, daß die Bundesmitglieder sich bemühen werden, „für Männer, Frauen und Kinder in ihren eigenen Gebieten sowie in allen Ländern, auf die sich ihre Handels- und Gewerbebeziehungen erstrecken, angemessene und menschliche Arbeitsbedingungen herzustellen und aufrecht zu erhalten, auch zu diesem Zweck die erforderlichen internationalen Organisationen einzurichten und zu unterhalten“. Demgemäß wird im Teil 13 des Friedens, der die Überschrift „Arbeit“ führt, die Organisation für ein internationales Arbeitsrecht, das insonderheit den Arbeiterschutz, aber auch die Sozialversicherung und die Regelung des Arbeitsmarkts umfaßt, festgestellt. Dieser Teil, dessen Einzelbestimmungen im folgenden besprochen werden sollen, ist der einzige Abschnitt des Vertrags, der in seinen Zielen, wenn auch nicht in allen seinen Wegen, von Deutschland mit freudiger Zustimmung begrüßt wird; er ist auch der einzige, der schon vor dem Inkrafttreten des Friedens mit erfreulichen Ergebnissen in Wirksamkeit getreten ist und dessen Durchführung Deutschland nicht als leidendes Objekt, sondern als gleichberechtigten Träger der Handlung anerkennt: obwohl das Deutsche Reich nicht oder noch nicht Mitglied des Völkerbundes ist, wirkt es mit in einem Organe dieses Bundes, das dem Weltarbeitsrecht zu dienen berufen ist.

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Notes

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© Verlag von Julius Springer 1921

Authors and Affiliations

  • E. Francke
    • 1
  1. 1.Diessen am AmmerseeDeutschland

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