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Der Friedensvertrag und die Binnenschiffahrt

  • G. de Thierry
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Zusammenfassung

Der Friedensvertrag beriibrt die Binnenschiffahrt in mehrfacher Beziehung. Durch die in den Art. 339 und 357 enthaltenen Bestimmungen über die Abtretung eines Teiles der deutschen Flotte auf den Binnenwasserstraßen und die sonstigen, in den allgemeinen Bestimmungen des XII. Teils, der die Häfen, Wasserstraßen und Eisenbahnen behandelt, enthaltenen Vorschriften werden zweifellos die Lebensbedingungen der deutschen Binnenschiffahrt in einschneidender Weise erschwert. Die Abgabe von Schiffen und Schleppern beraubt die Schifffahrt ihrer Betriebsmittel und setzt denjenigen Teil der Bevölkerung, der seinen Lebensunterhalt in der Binnenschiffahrt fand, in die Notlage, anderweitige Beschäftigung zu suchen. In einer Zeit, in der die Industrie, durch Mangel an Rohstoffen und durch alle die sonstigen Erschwernisse, die der unglückliche Ausgang des Krieges ihr aufbürdet, sich in einer sehr schwierigen Lage befindet, wird es dem Schiffervolke außerordentlich schwer werden, lohnende Beschäftigung zu finden. Nur durch langjährige praktische Betätigung kann ein Schiffer seine Ausbildung erlangen, und es steht zu befürchten, daß, wenn nach Jahren Ersatz für alle die abgelieferten Fahrzeuge durch Neubauten beschafft sein wird, die Bemannung dieser Schiffe auf große Schwierigkeiten stoßen wird, weil die Heranziehung eines brauchbaren Nachwuchses aus Mangel an Fahrzeugen unterbleiben mußte.

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© Verlag von Julius Springer 1921

Authors and Affiliations

  • G. de Thierry
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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