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Der Friedensvertrag und die Auswanderung

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Zusammenfassung

Es war mit Sicherheit anzunehmen, daß der Friedensvertrag das Problem der Auswanderung bei dessen Bedeutung für die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen der Großmächte untereinander und für den internationalen Verkehr in seine Regelung einbeziehen würde. Ebenso war für jeden Kenner der Psyche unserer Feinde von vornherein klar, daß die uns aufgezwungene Regelung auf Kosten Deutschlands die gewinnsüchtigen Interessen unserer Gegner mächtig fördern würde. Nicht indes konnte vorausgesehen werden, daß diese Regelung eine derartig undurchdachte, unverständliche und widerspruchsvolle sein würde, wie sie jetzt ihre Gestaltung in dem Wortlaut des Friedensvertrages gefunden hat. Sie trägt nur allzusehr das Gepräge flüchtiger Entwürfe einer Reihe verschiedener Personen an sich, die in den Gesamttext des Vertrages unter verschiedenen Überschriften verstreut eingefügt sind, ohne daß eine ausreichende und einheitliche Überprüfung erfolgt wäre. Der einzige planmäßige Gedanke, der sich wie ein roter Faden durch die Einzelbestimmungen hindurchzieht, ist der, Deutschland auch auf diesem Gebiet auf das schwerste zu schädigen und die Deutschen zu einem Volk zu machen, dessen Mühe und Arbeit für unabsehbare Zeiten nur unseren Gegnern im Weltkriege zugute kommen soll.

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Notes

Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1921

Authors and Affiliations

  • W. Jung

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