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Der psychologische Energiebegriff

  • Psychologischen Club Zürich
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Zusammenfassung

Der psychologische Energiebegriff ist zwar aus dem physikalischen Begriffssystem entnommen und verwendet dessen hauptsächlichste Prinzipien. Er ist aber mit dem physikalischen Energiebegriff nichtidentisch und braucht sich daher nicht um alle seine Subtilitäten oder gar um die letzten Errungenschaften der theoretischen Physik zu kümmern1. Als autonome Disziplin darf sich die Psychologie erlauben, analogische Begriffe sowohl von den Natur- wie von den Kulturwissenschaften zu entlehnen, wenn sie damit ihren Gegenstand adäquat erfassen kann und wenn sie ferner ihren terminologischen Gebrauch deutlich macht. Die Schwierigkeit einer adäquaten Terminologie hat die Komplexe Psychologie nicht nur ihrer Stellung als einer neuen Disziplin zu verdanken, sondern ebensosehr ihrem Objekt, dessen Wesen sich rational überhaupt nur teilweise wiedergeben läßt. Es gehört außerdem zum paradoxalen Aspekt der Psyche, daß sie auch das Gegensatzpaar: inhaltlich und energetisch aufweist. Wie die psychischen Inhalte ihrem Sinn gemäß verstanden werden müssen, so werden die Vorgänge als energetische Relationen angesehen, welche Relationen nicht die jeweilige besondere sinnhafte Bedeutung der Phänomene, sondern ihre Bewegungsbeziehung zueinander als Hauptaufgabe ins Auge fassen.

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Notes

Literatur

  1. Jung: Versuch einer Darstellung der Psychoanalytischen Theorie. Leipzig und Wien: Franz Deuticke 1913.Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1935

Authors and Affiliations

  • Psychologischen Club Zürich

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