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Batik

  • G. Durst
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Zusammenfassung

Unter „Batik“ (malaiisches Wort, bedeutet: „bemalen“, „tätowieren“, „schreiben“) versteht man ein in Indien (besonders Niederländisch-Indien) und auf Java heimisches Reserve-Färbe- und Druckverfahren. Die älteste Urkunde über den Batik auf Java datiert aus dem Jahre 1518 unsrer Zeitrechnung. Das Verfahren diente dort zur reichen, künstlerischen Verzierung des einheimischen Hauptkleidungsstücks, des “Sarong”. Als Grundgewebe wird ein dichter, feiner, glatter Baumwollstoff verwendet, der zunächst durch Auskochen aufnahmefähig für Wachs und Farbstoffe gemacht wird. Der trockne Stoff wird dann mit einem kleinen Kupfer — kännchen mit feinem Ausfluß, dem sog. “Tjanting” (s. Abb. 82), mit einem geschmolzenen Gemisch von Wachs und Dammarharz „bemalt“ oder „gebatikt“. Außer diesem meist gebrauchten Tjanting benutzen die Javaner f ür häufiger vorkommende Figuren und Muster auch kupferne Handstempel oder Kupfermodel, die sog. „Tjap“, ferner ganz aus Holz (besonders festem Holz aus Masulipatam) gefertigte Druckblöcke, ferner hölzerne Druckplatten mit Messingmustern und solche mit eingeschmolzenem Blei (s. Abb. 83). Größere Flächen werden auch mit dem Pinsel aufgetragen. Das so aufgetragene Wachs wird von der Faser aufgesaugt und dient als Reserve.

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Notes

Literatur

  1. Loeber jun., J. A.: Das Batiken, eine Blüte indonesischen Kunstlebens.Google Scholar
  2. Rouffaer, G. P., en H. H. Juynboll: De Batik-Kunst in Nederlandsch Indie. Holländisch-deutsche Ausgabe. Utrecht, Oosthoek 1914.Google Scholar
  3. Vesper, C.: Batik.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1930

Authors and Affiliations

  • G. Durst

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