Advertisement

Deutschland

  • Gustav Schwartz
Chapter
  • 19 Downloads
Part of the Rechtsvergleichende Abhandlungen book series (RA)

Zusammenfassung

1. Wer die großen Rechtszeitschriften des Auslands, namentlich Frankreichs, durchblättert, ist überrascht, zu sehen, einen wie großen Raum in ihnen das Staatsangehörigkeitsrecht einnimmt, mag es sich um öffentlich- oder bürgerlich rechtliche, um Zeitschriften des nationalen oder internationalen Rechts handeln. Galt das schon im Frieden und erklärte sich dieser Umstand zum guten Teil daher, daß das Staatsangehörigkeitsrecht im bürgerlichen Gesetz enthalten und schulmäßig zum bürgerlichen Recht gezählt wurde1), so scheint im Kriege, wie wir gesehen haben, kaum ein Rechtsgebiet solches Interesse beansprucht zu haben wie gerade das Staatsangehörigkeitsrecht. Die Politik gab der Wissenschaft das Thema in die Hand und holte sich von ihr die Waffen für ihre Aufgaben.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Notes

Literatur

  1. 1).
    Entscheidung der Lordskammer i. S. Zadig vom 1. V. 1916, L. T. R. 1917, S. 417, vgl. auch den ausführlichen Bericht über den gleichen Fall und die An Wendung der Internierungsbestimmung bei Jeze: La liberte individuelle en Angleterre en temps de guerre, Rev. du droit public 1916, S. 123.Google Scholar
  2. 1).
    Von dem Fall eines sowohl deutschen wie dänischen Staatsangehörigen berichtet Hartmann; D. Jur. Ztg. 1916, S. 978.Google Scholar
  3. 1).
    Keller-Trautmann: S. 47. Ebenso neuerdings RG. in Jur. Wochenschr. 1924, S. 1529. Dazu Ernst Isay: Die mehrfache Staatsangehörigkeit, dortselbst S. 1481.Google Scholar
  4. 2).
    Hamm: D. Jur. Ztg. 1916, S. 1061. — Erhard: Mehrfache internationale Staatsangehörigkeit und Erfüllung der Wehrpflicht, Arch. f. Militärrecht, Bd. 16, S. 314. Erhard erwähnt, daß nach ständiger Verwaltungspraxis von der Einziehung Doppelstaatsangehöriger Ausnahmen gemacht werden, wenn der Betreffende in dem nicht deutschen Staate der Wehrpflicht genügt hat. Das würde auch darauf hindeuten, daß man den im Ausland lebenden Doppelstaatsangehörigen, der im Krieg der Wehrpflicht gegen Deutschland nachkommen mußte, nicht als Landesverräter im Sinne des § 88 Str. G. B. verfolgte.Google Scholar
  5. 6).
    Reichsmilitärgesetz vom 2. V. 1874 § II in der Fassung vom 22. VII. 1913. Dazu Keller-Trautmann: Anm. I und II zu § 12. Eine auf dem gleichen Gedanken beruhende Heranziehung der Staatenlosen erfolgte hinsichtlich des Kriegs steuergesetzes vom 21. VI. 1916. Entsch. Bad. Verw. Ger. Hof, Jur. Wochenschr. 1919, S. 263.Google Scholar
  6. 1).
    Wedemeyer: Der Krieg und das Reichs-und Staatsangehörigkeitsgesetz Preuß. Verwaltungsblatt 1916/17, S. 219.Google Scholar
  7. 2).
    Kielmeyer: Niemeyers Zeitschr. für intern. Recht 28, S. 260.Google Scholar
  8. 3).
    So Wedemeyer: aO a. O.; richtig, ohne Erwähnung der Streitfrage Woeber: Reichs-und Staatsangehörigkeitsgesetz, 3. Aufl, 1922, Anm. 1 zu § 12.Google Scholar
  9. 1).
    Partsch: Kriegserfahrungen mit den Rechtssätzen über den Verlust der Staatsangehörigkeit in der Festschrift der Universität Freiburg zum 80. Geburtstag der Großherzogin Luise v. Baden, Freiburg i. B. 1918.Google Scholar
  10. 2).
    S. oben bez. Frankreich S. 49 bez. England S. 74. Vgl. hierzu ferner Schal-fejewinLeske-Löwenfeld: Die Beschlagnahme usw. dtsch. Vermögens im Auslande, Berlin 1924, S. 162ff. und Hirschfeld in J. W. 1925, S. 753.Google Scholar
  11. 1).
    Partsch: a. a. O. S. 4, jedoch bez. Naturalisationen während des Kriegs Cour de Paris i. S. Kurtze, vom 7. I. 1921, JC1. 1921, S. 197.Google Scholar
  12. 3).
    Von den sehr zahlreichen, allerorten, auch in Gerichtsentscheidungen auftauchenden Ausführungen über das deutsche Gesetz sei folgende Auslese zusammengestellt: X, La loi allemande sur la nationalite etc., Rev. Darras 1913, S. 955, besonders 966ff.; Malnoury: Les denaturalisations etc., Paris 1915, S. 7ff., 4611.; X, Des ambiguites de la denaturalisation allemande, JCL 1916, S. 69; Weil: La double nationalite en droit allemand avant et apres la loi de 22. VII. 1913, Rev. Darras, 1915/16, S. 142; Flournoy: Observations on the new German law of national Amer. Journ. of international law 1914, S. 477; X, the German imperial and state citizenship law, Amer. Journ. of international law 1915, S. 939; Hill: Dual citizenship in the German imperial and state citizenship law, Americ. Journ. of international law 1918, S. 356.Google Scholar
  13. 5).
    Marshal: Dual allegiance and sct. 25 of the German National Law, International Law Notes 1918, S. 79.Google Scholar
  14. 1).
    Die Begrüßung, die seiner Zeit Ratjen: Reichsangehörigkeit und Wehrpflicht, Zeitschr. für internationales Recht 1913, S. 273, dem im § 25, Abs. 2 verkörperten Gedanken widmete, ist schwer verständlich, desgleichen neuerdings seine Empfehlung für die Nachkriegszeit zur Stärkung des Deutschtums durch Doering: Bayr. Gem. und Verw. Ztg. 1921, S. 460.Google Scholar
  15. 1).
    Cahn: Zum neuen deutschen Reichs-und Staatsangehörigkeitsgesetz, Jahrbuch des Völkerrechts 2, S. 148, Reichs-und Staatsangehörigkeitsgesetz, 4. Aufl. 1914, Einleitung und zu § 17.Google Scholar
  16. 2).
    Dafür anscheinend Woeber: Reichs-und Staatsangehörigkeitsgesetz, München 1922, Anm. 13 zu § 26.Google Scholar
  17. 4).
    Vgl. Müller: Ausbürgerungen nach § 27 Reichs-und Staatsangehörigkeitsgesetz. D. Jur. Ztg. 1916, S. 1161. Die Einbeziehung von Frauen unter die Rückkehraufforderung ist nicht etwa durch den Wortlaut des § 27 („ein Deutscher“) ausgeschlossen, da der Begriff „Deutscher“ nach der Definition des § 1 auch Frauen einschließt.Google Scholar
  18. 1).
    Eccard: La denaturalisation des Als. Lorr. par l’Allemagne, JCl. 1919, S. 63.Google Scholar
  19. 1).
    Richtig Kratzer: Der B.-Vertrag Zwischen Bayern Und Den Vereinigten Staaten, Bayr. Gem.-U. Verw.-Ztg. 1922, S. 111. Ohne Beantwortung Woeber: A. A. O. Anm. 1 und 2 Zu § 26.Google Scholar
  20. 3).
    Dyroff: Ausweisungsfragen, Bayr. Gem.-u. Verw.-Ztg. 1921, Sp. 265.Google Scholar
  21. 5).
    Anders Zorn: a. a. O. u. Laband: D. Jur. Ztg. 1912, S. 361. Meines Erachtens richtig betont dagegen Hatschek: Allgem. Staatsrecht III, S. 86, daß aus dem Wesen des Bundesstaats logisch nicht abzuleiten ist, ob die Bundesangehörigkeits-oder Gliedstaatsangehörigkeit das primäre Rechtsverhältnis sein muß.Google Scholar
  22. 2).
    Laband: D. Jur. Ztg. 1904, S. 10; 1912, S. 361. — Lenel: Ebenda 1912, S. 486.Google Scholar
  23. 2).
    Block: Bayr. Staatszeitg. vom 11. XI. 1919. — Schwalb: D. Jur. Ztg. 1920, S. 640. — Josef: Jur. Wochenschr. 1923, S. 169.Google Scholar
  24. 2).
    Jellinek: Allg. Staatslehre, 3. Aufl., S. 144; siehe auch Kelsen: Verfassungsgesetze der Republik Deutsch-Österreich, 1. Teil, 1919, S. 76.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1925

Authors and Affiliations

  • Gustav Schwartz

There are no affiliations available

Personalised recommendations