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Handelsrecht pp 128-136 | Cite as

Handelskauf

  • Karl Heinsheimer
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Part of the Enzyklopädie der Rechts- und Staatswissenschaft book series (ENZYKLOPÄDIE, volume 20a)

Zusammenfassung

Der Kauf ist heute auch für den Handelsverkehr der Hauptsache nach im BGB. geregelt. Das HGB. enthält nur eine kleine Anzahl kaufrechtlicher Sondernormen und zeigt in seinem Abschnitt vom Handelskauf einen besonders fragmentarischen Charakter. Die Tendenz dieser handelsrechtlichen Spezialbestimmungen geht vor allem dahin, Störungen des geschäftlichen Güterumlaufs, wie sie namentlich bei einer Beanstandung der Ware durch den Käufer eintreten, möglichst rasch und schonsam zu erledigen. Sie betonen demgemäß überwiegend das Verkäufer - interesse. Diese besonderen Vorschriften gelten jedoch nur für den technisch sog. „Handelskauf“, d. h. solche sich als Handelsgeschäfte im Sinne des § 343ff. darstellende Käufe und Verkäufe, deren Gegenstand in Waren (beweglichen Sachen) oder Wertpapieren besteht, §§ 373, 381 I, vgl. §1 Ziff. 1. Ein Kaufvertrag über andere Gegenstände, z. B. Grundstücke, Forderungen, Patente u. dgl., kann zwar ebenfalls Handelsgeschäft sein und untersteht dann den allgemeinen Vorschriften von § 346ff., beurteilt sich aber nicht nach § 373ff. Andererseits ist nicht erheblich, ob die in Frage stehenden Waren das Grundhandelsgewerbe des als Käufer oder Verkäufer beteiligten Kaufmanns bestimmen; wenn ein Kohlenhändler ein Lastauto kauft oder ein Versicherungsagent seine Schreibmaschine verkauft, so sind dies ebenfalls Handelskäufe. Übrigens beziehen sich einige besonders wichtige Sondernormen, namentlich diejenigen über die Mängelrüge, nur auf solche Handelskäufe, die beiderseitige Handelsgeschäfte sind, §§ 377–379.

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Notes

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1930

Authors and Affiliations

  • Karl Heinsheimer
    • 1
  1. 1.Universität HeidelbergDeutschland

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