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Einfluß des Höchstdruckes auf den Bau von Kesseln mit natürlichem Wasserumlauf

  • Friedrich Münzinger

Zusammenfassung

Auch im Kesselbau verdanken viele Konstruktionen ihre Existenz dem Zufall oder Voraussetzungen, die manchmal schon lange überholt sind. Die Macht der Gewohnheit ist nicht selten schuld daran, daß die wissenschaftliche Erkenntnis sich nur sehr verspätet durchzusetzen vermag. Z. B. wurde beim Aufkommen der Steilrohrkessel das Speisewasser in Ekonomisern wenig oder gar nicht vorgewärmt. Da außerdem die Feuerungen nicht mit dem heutigen hohen CO2-Gehalt arbeiteten und man nur mäßige Rauchgasgeschwindigkeiten anwandte, brauchte man große Kesselheizflächen und infolgedessen zu ihrem Unterbringen 4–5 Kesseltrommeln, deren Kosten mit zunehmendem Druck immer stärker ins Gewicht fielen. Allmählich setzte sich der Dreitrommel-Steilrohr-Kessel durch, bei dem sich ein gesicherter Wasserumlauf verhältnismäßig einfach ermöglichen ließ und der in Amerika auch bei sehr hohen Drücken noch vorherrscht (Abb. 3 u. 4). In Deutschland nahm man aber schon vor etwa 12 Jahren den Bau von Zweitrommelkesseln1 auf, auch der erste große deutsche Höchstdruckkessel und fast alle seine Nachfolger sind Zweitrommelkessel (Abb. 5, 9, 10, 11). Einzelne Firmen nehmen sogar nur eine Obertrommel und ersetzen die Untertrommel durch enge Sammler (Abb. 6).

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1935

Authors and Affiliations

  • Friedrich Münzinger

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