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Einführung in die Lehre vom Farbensinn

  • Armin von Tschermak-Seysenegg
Chapter
Part of the Augenheilkunde der Gegenwart book series (AUG, volume 1)

Zusammenfassung

Während das Dunkelauge innerhalb eines gewissen, nicht unbeträchtlichen Spielraumes an Lichtstärke — dem sogenannten Dämmerungssehen entsprechend (S. 26 ff.) — die Dinge nur grau in grau sieht, treten für das Hellauge neben Weiß, Schwarz und den verbindenden Graustufen auch alsbald Farben über die Schwelle. Allerdings setzen sich diese mehr oder weniger deutlich auf einen farblosen Untergrund, der schon durch das Eigengrau gegeben erscheint. Beginnen wir — dem Grundsatz des exakten Subjektivismus folgend — nicht mit der physikalischen Untersuchung der farbig erscheinenden Lichtreize, sondern mit der Empfindungsanalyse, so treten uns die Eindrücke Rot, Gelb, Grün, Blau als psychologisch ganz einfache, einheitliche oder einkomponentige Elementarqualitäten oder Ur-farben entgegen. Hingegen läßt die Fülle andersfarbiger Eindrücke als Misch- oder Übergangs-farben eine abgestufte Ähnlichkeit oder Beziehungsqualität gegenüber den Urfarben erkennen. Dieser Zusammenhang beschränkt sich aber auf je zwei der Urfarben, welche dadurch als benachbart, verträglich oder disparat, nicht als fernstehend, unverträglich, gegenfarbig oder kontradiktorisch erscheinen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1942

Authors and Affiliations

  • Armin von Tschermak-Seysenegg
    • 1
  1. 1.PragTschechische Republik

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