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Dignität des Oberflächen-Carcinoms

  • H. Lax
  • C. Kaufmann
Chapter

Zusammenfassung

Herr Präsident! Ich hoffe Sie nicht zu enttäuschen! Zunächst eine Bemerkung zu einer Frage, die nicht nur heute, sondern immer wieder in Diskussionen und Vorträgen erscheint und die zu einer ganz bestimmten Koppelung des klinischen Verlaufes mit der histologischen Diagnose führte. Wir kennen alle aus der Pathologie eine Fülle sehr geistvoller Bemerkungen: Daß der Patient entscheidet, was Carcinom ist und daß Carcinom keine Diagnose, sondern eine Prognose sei usw. Wir sind schon soweit, daß wir vom histologisch echten Krebs sprechen und vom klinischen Krebs. Es besteht gar kein Zweifel, daß dies alles richtig ist, aber ich sehe doch eine gewisse Gefahr für die Praxis, solche Überlegungen mit in die Beurteilung und Bewertung des Wesens bestimmter histologischer Veränderungen an der Portio ohne weiteres einzubeziehen. Sehen Sie, es würde ja dazu führen, daß wir schließlich ein Carcinom der Gruppe I operieren, die Frau bleibt gesund, und hinterher müssen wir sagen, infolgedessen — weil sie gesund geblieben ist — ist es gar kein Carcinom gewesen. Diese Beziehungen halte ich für denkbar unglücklich und glaube auch nicht, daß sie uns in der Klärung dieser Frage weiterbringen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1957

Authors and Affiliations

  • H. Lax
    • 1
  • C. Kaufmann
  1. 1.BerlinDeutschland

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