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Pathoplastik

  • Hans-Joachim Haase
Chapter
Part of the Monographien aus dem Gesamtgebiete der Neurologie und Psychiatrie book series (MONOGRAPHIEN, volume 83)

Zusammenfassung

Der Begriff des amnestischen Psychosyndroms ist eine Abstraktion von der lebendigen Erscheinung des Einzelfalls. Dies bedeutet Vorteil und Nachteil zugleich. Vorteil, indem diese Sicht grundsätzlich von den psychopathologischen Kausaldiagnosen bei schweren chronischen Hirnschädigungen ablenkt und zeigt, wie weit die Unabhängigkeit dieser psychischen Symptomatik von der Ätiologie reicht. Nachteil, indem die vielfältige Symptomatik des Einzelfalls hinter den Prägnanztypen der leichten bis sehr schweren amnestischen Psychosyndrome verblaßt. Beschrieben wurde bisher also, was wir unter Berücksichtigung anderer Autoren als „obligat“ hinsichtlich der Rückbildung der Person und der allgemeinen psychischen Leistungsfähigkeit bei amnestischen Psychosyndromen beobachten konnten. Diese obligaten Symptome, die K. Schneider bei chronischen körperlich begründbaren Psychosen Persönlichkeitsabbau und Demenz nennt, können nun nach der Einteilung von K. Schneider individuell und lokalisatorisch fakultativ gefärbt sein. Bei unseren Kranken war diese fakultative Symptomatik um so ausgeprägter, je leichter die Syndrome waren. Bei den schwereren Syndromen wurde der Kranke mehr und mehr mit ihnen identisch.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1959

Authors and Affiliations

  • Hans-Joachim Haase
    • 1
  1. 1.Psychiatrischen KlinikMedizinischen Akademie DüsseldorfDeutschland

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