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Energetischer Faktor

  • Hans-Joachim Haase
Chapter
Part of the Monographien aus dem Gesamtgebiete der Neurologie und Psychiatrie book series (MONOGRAPHIEN, volume 83)

Zusammenfassung

In den alten Einteilungen des Psychischen in Denken, Fühlen und Wollen wurden gewöhnlich die Triebkräfte zu wenig berücksichtigt. Das Wollen galt als bewußter Akt und selbst innerhalb der Willenspsychologie trennte man bekanntlich noch die intellektualistische von der voluntaristischen Auffassung des Wollens. Erinnert man etwa an Spinozas intellektualistische Definition des Wollens, „cogitatio et voluntas est unum et idem“, und fügt hinzu, daß eine Triebpsychologi damals nicht existierte, so sieht man die Lebensferne vieler alten, vorwiegend von Philosophen konstruierten Psychologien. Noch am Beginn unseres Jahrhunderts wurden die Kräfte der Persönlichkeit durch die Assoziationspsychologie oft vernachlässigt. Diese Kräfte wurden in die Assoziationen bzw. Vorstellungen gelegt. Sie verknüpften sich in verschiedener Stärke je nach den Bedingungen ihres Entstehens. Assoziative Energien ersetzten vielfach die aus dem Unbewußten andrängenden Triebkräfte der Persönlichkeit. Abgesehen von einzelnen Philosophen wie Augustinus, sodann Descartes, Schopenhauer, Nietzsche eröffneten erst die Psychoanalytiker, an der Spitze Freud, das Feld für eine dynamische Interpretation der Persönlichkeit.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1959

Authors and Affiliations

  • Hans-Joachim Haase
    • 1
  1. 1.Psychiatrischen KlinikMedizinischen Akademie DüsseldorfDeutschland

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