Advertisement

Ist die Maximalversorgung polytraumatisierter Patienten finanziell gesichert?

  • D. Nast-Kolb
  • S. Ruchholtz
  • C. Waydhas
  • L. Schweiberer
Conference paper
Part of the Langenbecks Archiv für Chirurgie book series (DTGESCHIR, volume 1996)

Zusammenfassung

Nachdem in mehreren angloamerikanischen Untersuchungen aufgezeigt wurde, daß in Traumazentren bei der Behandlung Schwerverletzter lediglich 30% der Kosten gedeckt sind [1, 2, 4] ergibt sich in der Bundesrepublik Deutschland unter der berechtigten Forderung nach Wirtschaftlichkeit der Kliniken und Einführung des Gesundheitsstrukturgesetzes die Frage, ob die Behandlung Schwerstverletzter weiterhin finanzierbar ist. Während kostenaufwendige Behandlungen der Transplantationschirurgie bzw. hämatopoetischer Erkrankungen unter Zugrundelegung durchschnittlicher Intensivstationaufenthaltsdauern zwischen 10 und 24 Tagen bzw. Gesamtklinikverweildauer zwischen 32 und 63 Tagen durch hohe Fallpaulschalen zwischen 92000 und 215000 DM abgesichert sind, gibt es für die Behandlung Polytraumatisierter weder eine derartige Fallpauschale noch wesentliche Sonderentgelte. Somit müssen derzeit die Kosten Polytraumatisierter ausschließlich aus den Tagespflegesätzen finanziert werden, Sonderentgelte lassen sich lediglich für Osteosynthesen bei Schenkelhalsfrakturen (2010 DM), pertrochantären Frakturen (2080 DM), Sprunggelenksfrakturen (1510 DM) sowie Kreuzbandplastiken (2930 DM) zusätzlich berechnen.

Is the Maximum Care Financially Assured for Polytraumatised Patiends?

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    Eastham JN, Steinwachs DM, MacKenzie EJ (1991) Trauma care reimbursement: Comparison of DRGs to an injury severity based payment system. J Trauma 31:210PubMedGoogle Scholar
  2. 2.
    MacKenzie E J, Steinwachs DM, Ramzy AI, Ashworth JW, Shankar B (1991) Trauma case mix and hospital payment: The potential for refining DRGs. Health Serve Res 26:1Google Scholar
  3. 3.
    Nast-Kolb D, Jochum M, Waydhas C, Schweiberer L (1991) Die klinische Wertigkeit biochemischer Faktoren beim Polytrauma. Heft Unfallheilk 215:1Google Scholar
  4. 4.
    Schwab CW, Young G, Civil I, Ross SE, et al. (1988) DRG reimbursement for trauma: The demis of the trauma center (the use of ISS grouping as an early predictor of hospital costs) J Trauma 18:939CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1996

Authors and Affiliations

  • D. Nast-Kolb
    • 1
  • S. Ruchholtz
    • 1
  • C. Waydhas
    • 1
  • L. Schweiberer
    • 1
  1. 1.Chirurgische Klinik und Chirurgische Poliklinik, Klinikum InnenstadtLudwig-Maximilians-UniversitätNußbaumstraße 20MünchenDeutschland

Personalised recommendations