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Geschichte und Perspektive der kombinierten Kirschnerdraht-Osteosynthese bei der dorsal instabilen, distalen Radiusfraktur (Typ Colles)

  • Th. Fritz
  • D. Wersching
  • Th. Heyer
  • R. Klavora
Conference paper
Part of the Langenbecks Archiv für Chirurgie book series (DTGESCHIR, volume 1996)

Zusammenfassung

Im Rahmen der chirurgischen Therapie der dorsal instabilen, distalen Radiusfraktur (Colles-Typ) wurde eine Osteosyntheseform entwickelt, die eine Kombination der von Kapandji beschriebenen dynamischen KDO mit der von Willenegger entwickelten statischen KDO darstellt. Die Besonderheit dieser kombinierten KDO besteht darin, daß ein minimal invasives operatives Verfahren zur übungsstabilen Versorgung der Colles-Fraktur ohne Dislokationsrisiko führt. In einer prospektiven Analyse von 110 Patienten einschließlich klinischer und röntgenologischer Nachuntersuchung (n=72) wurde die gute anatomische Rekonstruktion durch die kombinierte KDO bestätigt. Der Bewegungsumfang war nur endgradig eingeschränkt und im Mittel mit einer vollständigen Handfunktion vereinbar. Die größten Einschränkungen fanden sich bei Patienten mit persistierenden Schmerzen und trophischen Störungen. In einer biomechanischen Analyse der kombinierten KDO an einem Osteotomiemodell des humanen Unterarms konnte gezeigt werden, daß entscheidend für die Aufnahme der axial-dorsalen Druckkräfte die Reposition der Trümmerzone in den Frakturspalt ist. Die dorsale Stabilität erfährt die kombinierte KDO im wesentlichen durch die dynamischen KD, die volare Stabilität durch die statischen KD. Unter Berücksichtigung der klinischen und biomechanischen Ergebnisse erfolgte die Entwicklung von vier biokompatiblen Osteosyntheseformen. Dabei konnte gezeigt werden, wie eine ausreichende Stabilität durch biokompatible Materialien erreicht werden kann. Der Vorteil der Biokompatibilität wird jedoch durch einen größeren operationstechnischen Aufwand und höhere Materialkosten erkauft.

Schlüsselwörter distale Radiusfraktur Biomechanik Biokompatibilität biologische Osteosynthese 

History und Perspective of K-Wire Osteosynthesis in the Unstable Distal Radius Fracture (Colles type)

Summary

Concerning the operative therapy of the distal radius fracture (Colles type) we developed an osteosynthesis which consists of a combination of the conventional K-wire fixation (KWF) of Willenegger and the dynamic KWF of Kapandji. This minimally invasive procedure enables a functional therapy instantly without risk of secondary dislocation. In a prospective study of 110 patients including following-up examination (n = 72) good anatomical reconstruction was demonstrated. The range of motion at the wrist was only minimally compromised and allowed full function. A biomechanical study of the combined KWF showed that in order to achieve a good dorsal stability, the fragment zone has to be reduced in the dorsal cortical defect. Dorsal stability is achieved mainly by the dynamic KWF, while volar stability by the conventional KWF. As a result of the clinical and biomechanical results we developed four biocompatible forms of osteosynthesis. These obtained a stability comparable to the combined KWO which was possible only by an increased operative effort and material costs.

Key words

distal radius fracture biomechanics biocompatibility biological osteosynthesis 

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1996

Authors and Affiliations

  • Th. Fritz
    • 1
  • D. Wersching
    • 1
  • Th. Heyer
    • 1
  • R. Klavora
    • 1
  1. 1.Chirurgische UniversitätsklinikHeidelbergDeutschland

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