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Die Bedeutung der lymphabstromgerechten Kontinuitätsdissektion in der Melanomchirurgie

  • H. Winter
  • R. Aurisch
  • I. Küchler
Conference paper
Part of the Langenbecks Archiv für Chirurgie book series (DTGESCHIR, volume 1996)

Zusammenfassung

Bei Patienten mit malignem Melanom der Haut hängt die Prognose des Tumorleidens neben der Früherkennung maßgeblich von der Radikalität des chirurgischen Vorgehens ab. Über das Ausmaß der Radikalität, besonders aber über die elektive Ausräumung der regionären Lymphknotenstationen im klinischen Stadium I, wird noch immer kontrovers diskutiert. In diesem Zusammenhang sprechen neuere Studien [1, 3, 4] sowie eigene 30jährige Erfahrungen in der Melanomchirurgie [5] für die elektive Lymphknotendissektion bei Melanomen mit mittlerem und hohem Metastasierungsrisiko. Die Radikalität des tumorchirurgischen Eingriffs kann durch die zusätzliche Entfernung des primären lymphogenen Hauptmetastasierungsweges, d. h. der Transitstrecke zwischen Tumorgebiet und der regionären Lymphknotenstation, weiter erhöht werden. Nach Einführung der von uns 1984 inaugurierten Lymphabstromszinti-graphie (LAS) mit Markierung des detaillierten Verlaufs der variablen ableitenden Lymphbahnen aus dem Tumorgebiet und der Identifikation der regionären Lymphknotenstation (en) ist eine gezielte Mitentfernung der wichtigen Transitstrecke ohne Schwierigkeiten möglich [2, 5]. Das intraoperative Auffinden der entsprechenden Lymphabflußbahnen kann durch farbliche Markierung derselben im Rahmen des sog. Mapping erleichtert werden. Anhand einer retrospektiven Auswertung der Behandlungsergebnisse wird versucht, die Frage zu beantworten, ob sich nach Einführung der lymphabstromgerechten Kontinuitätsdissektion 1984 die Überlebensraten der Patienten und damit verbunden die Prognose des Tumorleidens verbessert haben.

Significance of Lymphatic Outflow-Adjusted Continuity Dissection in Melanoma Surgery

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1996

Authors and Affiliations

  • H. Winter
    • 1
  • R. Aurisch
    • 1
  • I. Küchler
    • 1
  1. 1.Dermatologische Klinik und PoliklinikUniversitätsklinikum CharitéBerlinDeutschland

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