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Vererbungshierarchien und Prädikatenlogik

  • P. H. Schmitt
Conference paper
Part of the Informatik-Fachberichte book series (INFORMATIK, volume 172)

Zusammenfassung

Nachdem zunächst prädikatenlogisch orientierte und framebasierte Wissensrepräsentationssprachen als getrennte oder nur lose gekoppelte Formalismen aufgefaßt wurden, sind im Laufe der etwa drei letzten Jahre Vorschläge für eine intensivere Integration der beiden Repräsentationsformen veröffentlicht worden. Die beiden Arbeiten (Ait-Kaci & Nasr 1986) und (Mycroft & O’Keefe 1984) mögen hier stellvertretend genannt werden. Der prinzipielle Ansatz sieht vor in einem mehrsortigen Prädikatenkalkül die Menge der Sorten mit einer Teilsortenbeziehung zu versehen und eine interne Struktur auf den Sorten einzuführen. In den beiden zitierten Arbeiten wird dabei nur der universelle Hornklauselteil des Prädikatenkalkül betrachtet. Im Rahmen des Grundlagenforschungsprojekts LILOG, das die IBM Deutschland GmbH im Verbund mit fünf deutschen Universitäten und einem Softwarehaus auf dem Gebiet der sprachverstehenden Systeme durchführt, arbeitet man mit einer Variante dieses Ansatzes als Wissensrepräsentationssprache. In der vorliegenden Publikation soll auf einen Teilaspekt dieses Unterfangens näher eingegangen werden. Wie in allen mehrsortigen Kalkülen, so hat man auch in der LILOG-Wissensrepräsentationssprache die Wahl zwischen der Darstellung einer Menge als Sorte oder als einstellige Relation, ja sogar zwischen der Darstellung einer Beziehung als Sorte mit interner Attributstruktur oder als mehrstellige Relation. Wir geben in den ersten beiden Kapiteln eine präzise Übersetzung der Sorten-, oder wie wir etwas neutraler sagen, der mengenorientierten Darstellung in eine relationenorientierte und zwar sowohl auf syntaktischer als auch auf semantischer Ebene. Unsere Übersetzung weicht ab von der üblichen, die auf der relationenorientierten Seite nur ein- und zweistellige Relationen liefert.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1988

Authors and Affiliations

  • P. H. Schmitt
    • 1
  1. 1.Wissenschaftliches Zentrum HeidelbergIBM Deutschland GmbHHeidelbergGermany

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