Advertisement

Zur Theorie der Supraleitung

  • Werner Heisenberg
Part of the Gesammelte Werke / Collected Works book series (HEISENBERG, volume A / 3)

Zusammenfassung

Durch die Überlegungen in Kap. 1 wird zunächst festgestellt, daß die Coulombsche Abstoßung das Verhalten des „Fermi-Gases“der Leitungselektronen im Metall entscheidend beeinflußt. Zwar spielt diese Abstoßung keine allzu wichtige Rolle für die Elektronen, deren Energie kleiner ist als die Grenzenergie des Fermi-Gases. Aber gerade die Elektronen mit der Grenzenergie, also die relativ wenigen Elektronen, die für die spezifische Wärme maßgebend sind, werden durch die lange Reichweite der Coulomb-Kräfte so stark in ihrem Verhalten beeinflußt, daß für sie das Fermi-Gas keine Approximation mehr ist und daß hier mit einer Ordnung auf weite Abstände gerechnet werden muß. Für diese Ordnung wird in Kap. 2 ein Modell versucht, dessen mathematische Durchführung allerdings noch unbefriedigend ist; aber vielleicht treffen die qualitativen Züge dieses Modells (logarithmische Abhängigkeit der potentiellen Energie von der Dichte der geordneten Phase usw.) schon das Richtige. In den Kap. 3 und 4 wird dann gezeigt, daß das thermodynamische und das elektrische Verhalten eines Supraleiters von einem solchen Modell aus qualitativ verstanden werden kann. Wenn diese Überlegungen, die im ganzen mehr ein Programm als eine Theorie sind, die Ursachen für die Supraleitung an der richtigen Stelle suchen, so sollte die Supraleitung ein ganz allgemeines Phänomen bei allen echten Elektronenleitern sein und nicht an sehr spezielle Bedingungen, wie etwa innere d- oder f-Zustände (so wie beim Ferro-magnetismus) und dergl., geknüpft sein.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. F. London, Une conception nouvelle de la supra conductibilité, Paris 1937;Google Scholar
  2. Nature [London] 140, 796, 834 [1937].Google Scholar
  3. M. v. Laue, Ann. Physik (5) 32, 71, [1938].CrossRefzbMATHGoogle Scholar
  4. C. J. Gorter, Nature [London] 132, 931 [1933];CrossRefGoogle Scholar
  5. C. J. Gorter u. H. Casimir, Physica 1, 306 [1934].CrossRefzbMATHGoogle Scholar
  6. R. de L. Kronig, Z. Physik 78, 744 [1932];CrossRefzbMATHGoogle Scholar
  7. 80, 203 [1932].CrossRefGoogle Scholar
  8. H. Welker, Physik. Z. 39, 920 [1938].Google Scholar
  9. E. Wigner u. F. Seitz, Phvsic. Rev. 46, 509 [1934];CrossRefGoogle Scholar
  10. E. Wigner, Physic. Rev. 46, 1002 [1934].CrossRefGoogle Scholar
  11. 7.
    Vergl. dazu auch frühere Arbeiten, z. B. R. Becker, G. Heller u. F. Sauter, Z. Physik 85, 772 [1933].CrossRefzbMATHGoogle Scholar
  12. 8a.
    W. Meissner u. R. Ochsenfeld, Natunwiss. 21, 787 [1933];CrossRefGoogle Scholar
  13. 8b.
    Z. techn. Physik 15, 507 [1934].Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1993

Authors and Affiliations

  • Werner Heisenberg
    • 1
  1. 1.Max-Planck-InstitutKaiser-Wilhelm-GesellschaftGöttingenDeutschland

Personalised recommendations