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Kyphoplastie mit „Bio-Zement“ bei osteoporotischer Wirbelkörperfraktur — ein interdisziplinäres Konzept

  • J. S. Hillmeier
  • H. C. Kasperk
  • G. Noeldge
  • P. J. Meeder
Conference paper
Part of the Deutsche Gesellschaft für Chirurgie book series (DTGESCHIR, volume 2003)

Zusammenfassung

Die osteoporose-bedingte Wirbelkörperfraktur weist in Europa in der Altersgruppe von 50 – 80 Jahren eine Prävalenz von 12% der Gesamtbevölkerung auf. Etwa ein Drittel dieser Frakturen wird symptomatisch und klinisch diagnostiziert. Eine adäquate systemische Therapie kann drohende Frakturen weiterer Wirbelkörper hinauszögern, aber die massiven Rückenschmerzen bedingt durch Instabilität und kyphotische Fehlstellung der Wirbelsäule nicht günstig beeinflussen. Die bisherige Therapie mit Bettruhe und Analgesie führt zu einem beschleunigtem inaktivitätsbedingtem Knochenabbau. Eine minimal invasive innere Stabilisierung nach teilweiser Wiederaufrichtung mit Polymethylmetacrylat-Zement (PMMA)über ein Ballonsystem wird in den USA seit 3 Jahren durchgeführt. Die Problematik des PMMA ist die Polymerisation unter Hitzeentwicklung und die Zytotoxizität. Der Kunststoff verbleibt als Fremdkörper, ein Einwachsen von Knochen oder eine Umbau ist nicht möglich. Aus diesem Grunde verwenden wir erstmals in einer interdisziplinären klinischen Studie (Osteologie, Unfallchirurgie, Radiologie) einen injizierbaren und resorbierbaren Calciumphosphat-Zement.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2003

Authors and Affiliations

  • J. S. Hillmeier
    • 1
  • H. C. Kasperk
    • 2
  • G. Noeldge
    • 3
  • P. J. Meeder
    • 1
  1. 1.Chirurgische Klinik Sektion Unfallchirurgie Uni HeidelbergDeutschland
  2. 2.Innere Medizin 1 Sektion Osteologie Uni HeidelbergDeutschland
  3. 3.Radiologische Klinik Uni HeidelbergDeutschland

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