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Dr. Irmgard Graute-Oppermann — Lebenslauf einer chirurgischen Pionierin

  • Heike Allgayer
Conference paper
Part of the Deutsche Gesellschaft für Chirurgie book series (DTGESCHIR, volume 2003)

Zusammenfassung

Anlässlich der Sitzung Gender Mainstreaming wurde zur Einstimmung der ungewöhnliche Lebenslauf einer sehr beeindruckenden Kollegin vorgestellt, die bereits sehr früh die Gelegenheit hatte, ein Leben als Chirurgin zu verwirklichen — Frau Dr. Irmgard Graute-Oppermann aus Lüdenscheid. Die 1914 geborene, heute nach wie vor am Fortschritt in der Chirurgie und Forschung sehr interessierte und schillernde Persönlichkeit war bereits zum Abitur auf kritische Blicke gestossen, als sie zielgerichtet den Berufswunsch äußerte, Chirurgin werden zu wollen. Nach dem Studium an acht verschiedenen Orten und der Promotion erhielt sie eine Stelle als Assistenzärztin bei Prof. Kingreen an seiner chirurgischen Abteilung und verfolgte zielgerichtet ihre Facharztausbildung — die Kriegswirren bedingten es, dass sie sehr früh an auch anspruchsvolle Operationen herangeführt wurde. Die operative Versorgung vieler Kriegsverletzten gehörte zum Alltag, ebenso die Versorgung vieler Handverletzungen aus umliegenden Industriebetrieben. Auch wissenschaftlich arbeitete Frau Dr. Graute mit ihrem Chef zusammen, es entstanden zwei chirurgische Standardwerke, „Röntgendiagnostik für Chirurgen“ und „Chirurgische Operationslehre“.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2003

Authors and Affiliations

  • Heike Allgayer
    • 1
  1. 1.Klinik und Poliklinik für ChirurgieMünchenDeutschland

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