Advertisement

Chirurgische Therapie des AGS

  • J. Engert
  • P. Dettmer
Conference paper
Part of the Deutsche Gesellschaft für Chirurgie book series (DTGESCHIR, volume 2003)

Zusammenfassung

Ausser den Defekten der testiculären Differenzierung, Testosteron- und Dihydrotestosteron-Synthesedefekten, den kompletten Androsteronrezeptor-Defekten, der gemischten Gonadendys-genesie und dem Hermaphroditismus verus, die ausnahmsweise eine Substitution — in der Regel aber einer operativen Korrektur zum weiblichen Phänotypus — zum Teil mit Vaginalersatz nach der Pubertät — bedürfen, stellt sich beim AGS in seinen Ausprägungen III — V nach Prader in jedem Fall die Indikation zur chirurgischen Therapie. Ziele sind die frühzeitige, einzeitige, funktionell und psychosexuell befriedigende Korrektur. Inhalte einer „physiologischen Korrektur“ sind nach obligater Genitoskopie und -graphie 1. eine Reduktion der hypertrophierten Corpora cavernosa und der Glans clitoridis unter Erhalt der Sensibilität; 2. die Rekonstruktion eines Präputiums, der Clitoris sowie kleiner Labien aus der Clitorisschafthaut unter Erhalt der Chorda urogenitalis mit ihrem unverhornenden Plattenepithel und 3. eine Erweiterung des Vaginaleingangs bzw. Erweiterungs- und Verlängerungsplastiken bei mehr oder weniger hypoplastischem Vaginalrohr. Letzeres war, blieb der hypoplastische Anteil der Vagina unberücksichtigt, die häufigste Ursache für „Stenosen“ des Introitus.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2003

Authors and Affiliations

  • J. Engert
    • 1
  • P. Dettmer
    • 1
  1. 1.Kinderchirurgische Klinik der RUB am Marienhospital HerneDeutschland

Personalised recommendations