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Der Anstrich von Schiffsböden

  • A. C. Holzapfel
Chapter

Zusammenfassung

In den ersten Jahrzehnten nach der Einführung eiserner Schiffe wurden zum Schutze des Schiffsbodens gegen Rost und Anwuchs hauptsächlich ölfarben verwendet, wie Bleimennige, Bleiweiß und Zinkweiß; auch Kohlenteer benutzte man zuweilen. Gewöhnliche Ölfarben eignen sich hierfür recht schlecht, weil das Seewasser die darin enthaltenen Öle in wenigen Monaten verseift, wodurch die Farbenschicht porös wird, das Wasser durchläßt und Rost verursacht, außerdem haben dieselben auch nur eine ganz unbedeutende Wirkung zur Verhinderung des Anwuchses. Kohlenteer hingegen entsprach diesem Zwecke schon besser. Das darin enthaltene Creosot verhinderte in gewissem Maße den Anwuchs, auch widerstand Kohlenteer der Einwirkung des Seewassers in höherem Grade als Ölfarben und schützte somit gegen Rost. Später wurden in vielen Fällen zwei bis drei Anstriche Zinkweiß und dann ein letzter von Zinkweiß und Talg aufgetragen, wobei der Talg vorher erhitzt werden mußte. Diese Mischung bot der lösenden Tendenz des Seewassers längeren Widerstand und brachte auch die antiseptischen Eigenschaften des Zinkweißes besser zur Wirkung, sodaß ein solcher Anstrich mäßig gute Resultate gegen Anwuchs gab und jetzt noch bei einigen Segelschiffen angewandt wird.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1904

Authors and Affiliations

  • A. C. Holzapfel

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