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Spezielle Methoden der Öl- und Fettindustrie

  • J. Lewkowitsch
Chapter

Zusammenfassung

Zur Bestimmung des Fettgehaltes der Rohmaterialien der Öl-und Fettindustrie werden dieselben in mögliehst fein zerkleinertem Zustande mit Äther, Petrolätheroder ähnlichen Lösungsmitteln extrahiert. Das Zerkleinern der harten Ölsaaten kann durch Quetschen im Porzellan-mörser geschehen, den man, um bereits ausgeflossenes Fett nicht zu verlieren, nachher mit dem Extraktionsmittel ausspült. Auch mittels einer gewöhnlichen Kaffeemühle lassen sich Ölsaaten gut vermählen, doch sind dabei Verluste an Öl nicht ganz zu vermeiden. Eine kleine Laboratoriumsmühle, deren Dimensionen es erlauben, sie mitsamt der in ihr gemahlenen Probe in den Extraktionsapparat zu bringen, hat Max Lehmann (Chem.-Ztg. 18, 412; 1894) konstruiert. Ist der Feuchtigkeitsgehalt der Substanzen ein beträchtlicher, so werden dieselben, wo dies ohne Veränderung des Fettes angängig ist, zuvor im Trockenschrank getrocknet. Ist aber eine Oxydation oder der Verlust flüchtiger Anteile hierbei zu befürchten, so gelingt die Extraktion des Fettes auch aus den feuchten Substanzen bei Verwendung von Petroläther (vollkommen unterhalb 80° siedend). Äthyläther, Schwefelkohlenstoff oder Chloroform sind nur bei trockenen Substanzen zu verwenden. Die Wahl des Lösungsmittels ist nicht immer gleichgültig; im allgemeinen extrahiert Schwefelkohlenstoff mehr fremde Substanzen als Äther oder Petroleumäther.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1919

Authors and Affiliations

  • J. Lewkowitsch

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