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Fabrikation der Soda

  • G. Lunge
  • E. Berl
Chapter

Zusammenfassung

Sulfat. Die analytische Prüfung desselben ist bereits 8. 490 ff. beschrieben. Nicht minder wichtig ist die Begutachtung des Sulfats nach äußerem Aussehen und Verhalten. In Lunges Handb. d. Sodaind., 3. Aufl. II, 443 sind für das zur Sodaschmelze bestimmte Sulfat folgende Regeln aufgestellt. Das Sulfat muß so porös und feinpulverig oder doch „schwammig“ als möglich sein, oder die vorhandenen Knollen müssen sich doch ganz leicht mit der Schaufel zerschlagen lassen und dann in feines Pulver zerfallen. Harte Knollen enthalten fast immer einen Kern von rohem Kochsalz, den man übrigens auch an der Farbe und Textur erkennt; beim Zerschlagen sticht seine grobkrystallinische Textur und graue Farbe sehr gegen das feinkörnige, gelblich oder rein weiße Sulfat ab. Da kochsalzhaltiges Sulfat leichter schmilzt als reines, so sind auch ganz geschmolzene, im Innern weiße Stücke (Sauen) verdächtig. Hartes, klumpiges oder gar geschmolzenes Sulfat gibt keine gute Soda, selbst wenn es 97 Proz. stark ist. Selbst hinreichend reines Sulfat wird verschlechtert, wenn es so stark geröstet wird, daß das stets in ihm enthaltene Eisensulfat in rotes Eisenoxyd übergegangen ist Solches „fuchsiges“ Sulfat macht nie gute Soda. Ein gutes Sulfat soll immer etwas sauer reagieren, aber nicht über 1½ bis höchstens 2 Proz. Säure (als SO3 berechnet) halten: dann wird es auch in der Regel nicht mehr als ½ bis höchstens 1 Proz. Chlornatrium enthalten.

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Literatur

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    Vgl. außer Lunge und Berl, „Taschenbuch“ auch Zeitschr. f. angew. Chem. 3, 573; 1890; Beschreibung des Verfahrens selbst in Lunges Sodaindustrie 3. Aufl. II, 802 ff. Das Mond scho Schvefelregenerationsverfahren wird jetzt nirgends mehr ausgeübt, weshalb die noch in der 4. Aufl. beschriebenen Prüfangsmethoden für dasselbe hier fortgelussen sind.Google Scholar
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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1919

Authors and Affiliations

  • G. Lunge
    • 1
  • E. Berl
    • 1
  1. 1.ZürichSwitzerland

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