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Die Ejaculation

  • Arthur Weil
Chapter
Part of the Handbuch der Normalen und Pathologischen Physiologie book series (2664)

Zusammenfassung

Die Bildung und der Transport des Spermas sind schon in vorangehenden Kapiteln erörtert worden (vgl. vorangehende Kapitel). Hier mögen nur einige wichtigere Bemerkungen eingeschaltet werden, die vielleicht zum besseren Verständnis des Folgenden dienen können. Daß die Eigenbewegungen der Spermatozoen hierbei keine Rolle spielen kann, ergibt sich schon daraus, daß sie im Kopfe des Nebenhodens überhaupt kaum beweglich sind und später erst unter dem Einfluß des Sekretes der Drüsen Bewegung erlangen. Diese ist aber so langsam [3,6 mm in der Minute nach Lott 1)], daß sie gegenüber der Schnelligkeit der Ejaculation völlig verschwindet. Auch die Bewegung der Flimmerhaare in den Coni vasculosi kann nur dazu dienen, um den Samen langsam in das Vas deferens und weiter in das Reservoir, die Ampulle des Vas deferens, zu treiben. Die Ampulle ist eine Erweiterung am urethralen Ende des Samenleiters von etwa 4 cm Länge und einer Wanddicke, die bisweilen 1 cm erreicht; sie ist das Sammelbecken für den aufgespeicherten Samen und nicht, wie vielfach für den Menschen angenommen wird, die Samenblasen. Nach neueren Untersuchungen ist es überhaupt zweifelhaft, ob die wenigen Spermatozoen, die bisweilen dort bei Sektionen angetroffen werden, nicht erst post mortem hineingelangten. Selbst wenn diese Befunde einwandsfrei sind, ist die Menge der gefundenen Spermatozoen viel zu gering, um die Behauptung, die Samenblase sei ein Reservoir, gelten lassen zu können. Dafür spricht ferner der häufige Befund beim Menschen, daß der Ausführungsgang der Samenblasen und der Ductus ejaculatorius getrennt auf dem Colliculus seminalis münden [Angel und Watein 2)], dieselben Verhältnisse, die bei den verschiedensten Säugern beschrieben werden, bei denen dann ebenfalls die Samenblasen frei von Spermatozoen gefunden werden [Amantea 3)].

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Literature

  1. Nagels Handbuch der Physiologie. Bd. II. 1907.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1926

Authors and Affiliations

  • Arthur Weil
    • 1
  1. 1.New-YorkUSA

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