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Geburtsmechanismus

  • Rud. Th. V. Jaschke
Chapter
Part of the Handbuch der Normalen und Pathologischen Physiologie book series (2664)

Zusammenfassung

Die Geburt stellt unter allen Umständen einen mechanischen Vorgang dar und muß sonach einer Erklärung nach den Gesetzen der Mechanik zugänglich sein. Daß dieser Versuch so lange mißlang — die Tatsache, daß bis an die Jahrhundertwende heran fast jeder Geburtshelfer für irgendeine Phase der Geburt seine eigene Erklärung hatte, beweist das am besten — liegt an der nicht ohne weiteres übersehbaren Kompliziertheit der mechanischen Einrichtung. Es erscheint daher von vornherein zweckmäßig, den analytischen Weg einzuschlagen. Definieren wir die Geburt als den zur Trennung des gesamten Eies vom mütterlichen Organismus führenden, durch letzterem selbst innewohnende Kräfte ablaufenden Vorgang, so ist damit so viel erreicht, daß wir verschiedene Faktoren am Werke sehen. Wir erkennen, daß das Ei das Objekt ist, an dem die zu seiner Austreibung führenden motorischen Kräfte angreifen müssen, sowie daß dieser Austreibung eine bestimmte Bahn vorgezeichnet ist. Geburtsweg, motorische Kräfte und Geburtsobjekt sind also die Mittel, deren sich die Natur bedient, um dieses grandiose Schauspiel des Geburtsvorganges aufzuführen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1926

Authors and Affiliations

  • Rud. Th. V. Jaschke
    • 1
  1. 1.GießenDeutschland

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