Advertisement

Weibliches Geschlecht

Keimdrüse, Reifung, Ovulation
  • L. Fraenkel
Chapter
Part of the Handbuch der Normalen und Pathologischen Physiologie book series (2664)

Zusammenfassung

Die Eierstöcke der geschlechtsreifen Frau haben eine wechselnde Form und Größe, liegen mit ihrem größten Durchmesser quer oder schräg im kleinen Becken unter der Linea innominata in der Gegend der Articulatio sacro-iliaca, in den Seitentaschen des Douglasschen Raumes, sind von glatter Oberfläche, weißer Farbe, derber Konsistenz, mit der Gebärmutter durch das Eierstocksband verbunden, das etwas nach rückwärts von deren Seitenkante 1 1/2 cm unter dem Fundus ausgeht und etwa 2 cm lang ist. Dieses Band tritt unvermerkt in die Eierstockssubstanz am medialen Pol des Organs hinein. Über seinem lateralen Pol spannt sich der Tubentrichter mit einem fransenartigen Ausläufer, der Fimbria ovarica. Der Eierstock ist vom breiten Mutterband so vollkommen eingehüllt, daß er nach geöffneter Bauchhöhle nicht gesehen wird, selbst wenn in Beckenhochlagerung die Darmschlingen zurückgefallen sind; erst wenn man die Gebärmutter anhebt und dadurch die Vorderplatte des Ligamentum latum mit dem runden Band anspannt, kommt der Eierstock teilweise zu Gesicht; er ist also auch beim Menschen in eine Art Tasche eingehüllt. Das kindliche Ovarium liegt am Eingang des großen Beckens, nahe der Wirbelsäule, ist steiler gestellt und mehr in die Länge als nach den beiden anderen Durchmessern entwickelt; es ist an der Oberfläche gelappt, während es im späteren Leben runder und gleichmäßiger gewölbt erscheint. Die Oberfläche ist von einer einfachen Lage kubischer Zellen, dem Keimepithel, bedeckt, darunter folgt eine schmale Faserhülle, die Albuginea, und dann die Rindenschicht des Organs.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literature

  1. Nachweise über die Literatur dieses und des nächsten Kapitels bis 1923 finden sich in dem gemeinsam mit v. Jaschke herausgegebenen Handbuch der „normalen und pathologischen Sexualphysiologie des Weibes“. Leipzig: F. C. W. Vogel 1914, und in meinem Abschnitt der Physiologie der weiblichen Geschlechtsorgane in „Biologie und Pathologie des Weibes“, herausg. von Seitz u. Halban. Berlin: Urban & Schwarzenberg 1923; die ausländische Literatur s. auch bei Marshall: The physiology of Reproduction, London 1910; Hammond, Reproduction in the Rabbit, Edinburgh u. London 1925, Oliva and Boyd.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1926

Authors and Affiliations

  • L. Fraenkel
    • 1
  1. 1.BreslauPolen

Personalised recommendations