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Die Keimdrüsen und das experimentelle Restitutionsproblem bei Wirbeltieren

„Endokrine Regeneration“, sog. „Verjüngung“
  • Knud Sand
Chapter
Part of the Handbuch der Normalen und Pathologischen Physiologie book series (2664)

Zusammenfassung

Regenerationsprozesse, d. h. die Wiederherstellung verlorener oder zerstörter Teile, sind bei niederen Tieren und bei Pflanzen wohlbekannt. Davon ist an anderer Stelle die Rede. Hier soll nur daran erinnert werden, wie leicht Aktinien und Seesterne, Mollusken und Krebstiere ihre Extremitäten wieder bilden; Borstenwürmer können sowohl Vorder- wie Hinterende regenerieren, usf. Schon bei den Insekten ist diese Fähigkeit weit geringer, und bei den Wirbeltieren kennt man sie nur bei einzelnen, wie z. B. den Nattern. In bezug auf die Wirbeltiere ist es bekannt, daß gewisse Gewebe, wie z. B. die Oberhaut, die Capillare, das Bindegewebe, die Knochen usw. eine bedeutende Regenerationsfähigkeit besitzen; aber eine Wiederherstellung ganzer Glieder oder Organe ist unbekannt. Es gibt jedoch gewisse Phänomene, die mit zur Regeneration gezählt werden dürften; dies sind die sogenannte Arbeitshypertrophie, die z. B. bei stark in Anspruch genommenen Muskeln eintritt, sowie die kompensatorische Hypertrophie, wie z. B. die Größenzunahme von Niere und Hoden in Fällen, wo der Partner beseitigt worden ist [Ribbert 1)]. Viele andere Prozesse, wie z. B. die Wundheilung, die Neubildung von Nägeln, Haar u. dgl. ja, jegliche Restitution nach Krankheiten, Traumen usw. gehören gewissermaßen mit zur Regenerationsfrage.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1926

Authors and Affiliations

  • Knud Sand
    • 1
  1. 1.KopenhagenDänemark

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