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Hermaphroditismus in seinen natürlichen Beziehungen

  • Johannes Meisenheimer
Chapter
Part of the Handbuch der Normalen und Pathologischen Physiologie book series (2664)

Zusammenfassung

Hermaphroditismus oder Zwittrigkeit bedeutet, daß ein tierischer Organismus die Organe beider Geschlechter an oder in seinem Körper trägt. Das bedeutet zunächst und vor allem, daß er die wesentlichsten Organe beider Geschlechter, ihre Geschlechtsdrüsen oder Gonaden, gleichzeitig nebeneinander in sich enthält, Ovarien und Spermarien. Die morphologische Selbständigkeit dieser Gonaden bleibt dabei vorerst durchaus gewahrt, so bei Plattwürmern, Regenwürmern, Blutegeln, Manteltieren; es kann diese Selbständigkeit aber auch aufgehoben werden, und dann erscheint der extremste Grad zwittriger Organisation in der Verschmelzung beider Gonaden zu einer Zwittergonade, wie sie vor allem bei den zwittrigen Schnecken, bei Hinterkiemern und Lungenschnecken, die Regel bildet. In einer solchen Zwittergonade vermag das gleiche Keimepithel aus dem gleichen Mutterboden heraus Eizellen und Samenzellen zu erzeugen, ohne daß vor einem gewissen Differenzierungsstadium irgendwelche Anzeichen divergierender Geschlechtszellenbildung feststellbar wären.

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Literature

  1. Meisenheimer, J.: Geschlecht und Geschlechter im Tierreich Bd. I, Kap. 4 u. 5. Jena 1921.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1926

Authors and Affiliations

  • Johannes Meisenheimer
    • 1
  1. 1.LeipzigDeutschland

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