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Probleme und Erfolge stationärer Behandlung drogenabhängiger Menschen im Verbundsystem

Auszug

Dieser Beitrag geht von der Grundposition aus, dass Suchtherapie nur eine optimale, nachhaltige Qualität gewinnen kann, wenn sie im Rahmen vernetzter Strukturen als Hilfen, Unterstützung, Förderung, Entwicklungsarbeit über angemessene Zeitstrecken durchgeführt wird, in Verbundsystemen, in denen Maßnahmen der Hilfeleistungen als „Ketten supportiver und protektiver Einflüsse“ („chains of supportiv and protective events“, Petzold, Goffin, Oudhof 1993) zum Tragen kommen, die sich den „Verkettungen unglücklicher, kritischer und belastender Umstände“ („chains of risks, adverse and critical events“, Petzold, Müller 2005) entgegenstellen. Im Hintergrund steht als anthropologische Prämisse in der Integrativen Therapie das Verständnis des Menschen als „homo viator“ (G. Marcel), „Mensch unterwegs“ auf gemeinsam durchmessenen WEGEN der biographischen Lebensstrecke durch die Geschichte (Petzold, Orth 2004b). Therapie, Beratung, Betreuung werden so als „Wegbegleitung“, als „Weggeleit“ für ein Stück Lebensstrecke, eine „Karriere“, gesehen. Der Integrative Ansatz vertritt deshalb die „Position“ (Derrida), dass Therapiemethoden, die in Institutionen als „begleitete Prozesse über die Zeit“ zum Einsatz kommen, mit den institutionellen Rahmenbedingungen, Strukturen, Zeitabläufen eine hinlängliche „Stimmigkeit und Passung“ aufweisen müssen, und dass natürlich auch im übergeordneten Rahmen eines „Verbundsystems“ eine solche „Passung“ vorliegen muss, was die Übereinstimmungen im Menschenbild, in der Auffassung psychosozialer und medizinischer Hilfeleistung im gesellschaftlichen bzw.

Förderung von „REGULATIONSKOMPETENZ“ und „RESILIENZ“ durch „komplexes Lernen“ in der Karrierebegleitung

Keywords

Drug therapy institutional networks helping agencies affiliation regulation competence integrative therapy 

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2006

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