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Tiere als Individuen

Eigennamen und Porträts von Tieren
  • Thomas MachoEmail author
Chapter
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Part of the Cultural Animal Studies book series (CAS, volume 9)

Zusammenfassung

Tiere können als nahezu austauschbare Exemplare einer Gattung oder als Individuen wahrgenommen werden. Darin ähneln sie den Göttern, deren Name in manchen Religionen nicht ausgesprochen oder deren Gesicht nicht abgebildet werden darf. Die Differenz zwischen Gattung und Individuum kann mit Hilfe der Unterscheidung zwischen Vorbild und Abbild konkretisiert werden: Vorbilder repräsentieren zumeist eine allgemeine Norm, Abbilder ein besonderes Individuum. Dieses Problemfeld wird in den ersten beiden Kapiteln des Essays in allgemeiner Hinsicht abgeschritten, einerseits unter Bezug auf Tiere, die Eigennamen tragen, andererseits unter Bezug auf Porträts von individuellen Tieren, im Unterschied etwa zu naturkundlichen Darstellungen. Die beiden folgenden Kapitel widmen sich zwei Fallstudien: der New Yorker Kojote-Aktion I like America and America likes me von Joseph Beuys (1974) und dem 2014 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Roman The Gold Finch von Donna Tartt.

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Authors and Affiliations

  1. 1.Internationales Forschungszentrum KulturwissenschaftenWienÖsterreich

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