Advertisement

Körper

  • Christian GrünyEmail author
Chapter

Das Motiv des Körpers nimmt in Adornos Denken eine zentrale Stelle ein. Dies schlägt sich allerdings weder in einer besonders großen Zahl von Bezugnahmen noch in einer sonderlich ausgearbeiteten theoretischen Position nieder. Es gibt keine Auseinandersetzung mit Philosophien des Körpers etwa im Umkreis der Phänomenologie, auch keine kritische, und keinen Versuch der Formulierung einer konsistenten eigenen philosophischen Theorie des Körpers. Stattdessen wird das Motiv an zentralen Stellen aufgerufen und mit einer Reihe anderer Begriffe verbunden bzw. von ihnen her gedacht: Objekt, Materie, Somatisches , Schmerz , Impuls, Hinzutretendes . Sie entstammen unterschiedlichen Argumentationssträngen und philosophischen Bereichen wie der Erkenntnistheorie, der Gesellschaftstheorie, der Moralphilosophie und der Metaphysik . Materialismus im Sinne Adornos umfasst nicht nur, vielleicht nicht einmal in erster Linie, eine kritische Gesellschaftstheorie im Gefolge von Marx , sondern auch...

Literatur

  1. Buck-Morss, Susan (1977): The Origin of Negative Dialectics. Theodor W. Adorno, Walter Benjamin, and the Frankfurt Institute. New York.Google Scholar
  2. Geuss, Raymond (2003): »Leiden und Erkennen (bei Ador­no)«. In: Honneth, Axel (Hrsg.): Dialektik der Freiheit. Frankfurter Adorno-Konferenz 2003. Frankfurt a. M.: 41–52.Google Scholar
  3. Habermas, Jürgen (1998), »Urgeschichte der Subjektivität und verwilderte Selbstbehauptung« (1969). In: Ders.: Philosophisch-politische Profile. Frankfurt a. M. (3. Aufl.): 167–179.Google Scholar
  4. Merleau-Ponty, Maurice (1966): Phänomenologie der Wahrnehmung. Berlin.Google Scholar
  5. Theunissen, Michael (1983), »Negativität bei Adorno«. In: Friedeburg, Ludwig von/Habermas, Jürgen: Adorno-Konferenz 1983. Frankfurt a. M.: 41–65.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.WittenDeutschland

Personalised recommendations